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«Leckt euch doch selbst, ihr Lesben!»

06/15/20, 01:35 PM

(Foto: Screenshot Bajour-Facebookseite.)

«Vor einem Rhetorik-Examen sagte mir mein Professor: ‹Möchtest du nicht deine Haare glätten? Locken machen einen aggressiven und ungepflegten Eindruck. Und ein wenig Schminke wäre gut. Du möchtest einen guten Eindruck hinterlassen, oder?› Ich habe 10 Jahre gebraucht, bis ich meine Locken wieder schätzen konnte.»

«Als ich mit meiner Anstellung als Lehrer begann, haben mir diverse Frauen gesagt, ich solle vorsichtig sein und ja nichts mit meinen Schülerinnen anfangen.»

«Ich sass mit einer Freundin am Rhein, ein Typ wollte uns anmachen, wir wimmelten ihn ab. Er sagte: ‹Leckt euch doch selbst, ihr Lesben!›»

«Ein Bekannter machte einen schlechten Witz, ich lachte nicht, er sagte: ‹Kannst schon lachen, auch wenn du deine Tage hast.›»

«Eine Vorgesetzte erhob das Wort gegen einen Kollegen. Darauf, in der Kaffeepause: ‹Das darf man nicht laut sagen, aber die wurde halt schon lange nicht mehr richtig durchgefickt.›»

«Als es darum ging, eine weitere Person für ein Projekt einzustellen, habe ich mich für einen Mann entschieden, weil wir schon drei Frauen waren. Er hat einen besseren Lohn ausverhandelt und ich willigte ein. Das Projekt wurde super, aber heute bereue ich, dass ich mich aus Angst vor einem ‹Hühnerstall› für diese Lohnungleichheit entschied.»

«Ich arbeite in der Gastronomie. Und höre immer wieder: ‹Kann bitte Ihr männlicher Kollege den Wein auch noch probieren?›»

«Ein Gast sagte mir, er mag sein Bier lieber lauwarm – und spreizt dann die Beine. ‹Du kannst es mir hierhin stellen.›»

«Vorbesprechung Oberseminar: ‹Es reicht dann nicht, einfach nur nett vorne zu sitzen bei der Präsentation Ihrer Arbeit.›»

«Ich habe mein Auto eingeparkt und ein Passant kommentiert: ‹Nicht schlecht für eine Frau.›»

«In Männer-WCs gibt’s selten bis nie Wickeltische.»

«Der Küchenchef, während ich Gemüse rüste: ‹In diesen kurzen Hosen musst du in der Pause aufpassen, wo du hingehst, sonst muss ich dich glaub vergewaltigen.›»

«An der Uni, beim Elternthema. Nach meiner Wortmeldung zur teilweise schwierigen Vereinbarkeit verschiedener Lebensbereiche: ‹Ach komm, als ordinärer Samenspender (sic) hast du da eh kein Mitspracherecht.›»

«Als mein bester Freund Suizid beging, sagte mir meine ganze Verwandschaft, ich solle aufhören traurig zu sein und aufhören zu weinen, ich sei doch ein Mann.»

«Als Lehrling im Malergeschäft sagte ein Kunde mal zu mir: ‹Mädchen lass mich das mal machen – du möchtest ja noch schwanger werden.› Es ging darum, einen Gabelstapler zu fahren.»

«‹Arbeitest du etwas oder bist du NUR Mutter?›»

«Eine Arbeitskollegin griff mir in den Halsausschnitt ‹nur um zu schauen, wie sich Brusthaare so anfühlen›.»

«Ich stand am Drucker, mein ehemaliger Chef kam vorbei, und klatschte mir auf den Hintern. Er fand das völlig in Ordnung.»

«‹Frölein, do hän si no 20 Rappe Trinkgeld, denn chönne si sich öbbis schöns zum Azieh chaufe.›»

«Bei einem Bewerbungsgespräch auf eine Bürostelle musste ich ‹zeigen› wie ich Kaffee koche. Und wurde dafür gelobt, dass ich die Milch fand.»

«Ich laufe mit einer Gruppe von Freunden durch die Webergasse, als mich plötzlich ein Passant fragt: ‹Wie viel kostest du?› Auch die eindeutige Reaktion meiner Freunde und seines Wegbegleiters, dass ich nicht zu den Sexarbeiter*innen dieses Viertels gehöre, halten ihn nicht davon ab, eine detaillierte Liste an Dingen aufzusagen, die er mit mir machen will.»

«An meinem ersten Tag sagte mir eine Arbeitskollegin, ich sei nur aufgrund meines Geschlechts angestellt worden.»

«Ich bewarb mich als junge Mutter für ein Anwaltspraktikum (100%-Stelle) und erhielt eine Absage mit dem Hinweis, es sei eine Teilzeitstelle auf ihrem Sekretariat frei.»

«Bei einer grossen Konferenz mit 10 männlichen Juristen am Mittagessen, als ich keinen Wein mittrinken wollte: ‹Die muss halt auf ihre knackige Bikinifigur achten.›»

«Ich arbeite im Kulturbereich. Hier werden wir Männer vom Team immer für die unschönen Arbeiten wie Müllentsorgen, Klo putzen, schwere Dinge schleppen, Abfall, Kotze wegwischen etc. gerufen oder eingeteilt. Wenn wir die Frauen fragen, ob sie nicht auch mal anpacken wollen: ‹Ihr seid Männer, euch macht das ja nichts aus.›»

«Zwei Wochen nachdem ich entbunden habe: ‹Du bist ja schon wieder schön schlank!›»

«Kommentar am Arbeitsplatz: ‹Du bist nur wegen der Frauenquote bei uns.›»

«Ich wollte mich mal beraten lassen wegen eines Gartengrills. Was sagte der Verkäufer als Erstes? ‹Sie kommen besser mit Ihrem Mann vorbei, gute Frau!›»

«Ich schnitt mit einer grossen Trennscheibe Eternitplatten auf Mass. Ein Mann blieb stehen, die Grösse der Trennscheibe hat ihn wohl fasziniert. Als ich mich umdrehte, war er ganz verdutzt: ‹Aber, aber, Sie sind ja ein Mädchen!›»

«Als Freelancerin arbeitete ich einen Monat lang mit einem Team von 3 Männern an einem Projekt. Der Projektleiter und sein Kollege haben gewettet, dass mich der dritte Typ ins Bett kriegt, wie ich beiläufig bei einem Mittagessen erfuhr. Meine Reaktion: Entsetzen. Ich: ‹Was soll das? Das ist überhaupt nicht okay oder angebracht von euch.› Der Kollege daraufhin ganz selbstverständlich: ‹Und, seid ihr nun miteinander ins Bett oder nicht?›»

«Ich machte mit 16 eine 2-tägige Aufnahmeprüfung für eine Lehre als Schreinerin in einem Betrieb. Beim abschliessenden Gespräch sagte mir der Inhaber: ‹Sie waren in der Prüfung die Beste und auch im praktischen Teil haben Sie am exaktesten gearbeitet, aber ich will aus Prinzip keine Frauen in meinem Betrieb.› Ich fragte, wieso er mich dann das ganze Prozedere durchlaufen liess. Er: ‹Ich wollte mich einfach mal selbst davon überzeugen, ob es stimmt, dass Frauen die nötigen Voraussetzungen mitbringen.›»

«In einer meiner ersten Sitzungen im Grossen Rat wurde mir gesagt: ‹Ich bin schon überrascht, dass Du hinter Deinem schönen Lächeln auch was im Köpfchen hast.›»

«Eine Ex-Freundin von mir griff mich immer wieder an, einmal auch mit einem Messer. Es wurde so schlimm, dass ich einen Antrag auf ein Kontaktverbot machen musste. Als ich der Frau am Empfang meine Situation schilderte, hat sie gegrinst.»

«Zu ihr: 80%-Arbeitspensum mit 2 Kindern ist aber viel! Zu ihm: 80%-Arbeitspensum und ein Papi-Tag pro Woche, Kompliment!»

«Ich erhielt zweimal Absagen auf Bewerbungsbriefe mit der Begründung, in erster Linie sei eine Frau gesucht worden. Der Arbeitgeber hatte im Job-Inserat nicht transparent gemacht, dass er eine Frau sucht.»

«3 Männer im Team bei der Arbeit, einer davon schwul. Die Chefin: Wir haben 2 1/2 Männer im Team.»