Internationaler Frauentag

Fäuste gegen das Patriarchat

Die unbewilligte Demonstration zog am Sonntagnachmittag durch die Innenstadt. Vorbei an Bummel und Abstimmungsergebnissen.

Der Internationale Frauentag kreuzt den Bummel
Seit über 100 Jahren streiken Frauen und FINTAS am 8. März. (Bild: Dominik Asche)

Dieses Jahr fiel der Internationale Frauentag auf einen Sonntag. Bummelsonntag und Abstimmungssonntag zugleich. An der unbewilligten Demo zogen rund 1000 Demonstrant*innen durch die Basler Innenstadt mit Parolen gegen das Patriarchat, für Gleichstellung, für Sichtbarkeit von Trans- und Queerness. Die Polizei liess die Demonstrant*innen gewähren.

Nach einem kurzen Halt auf dem Centralbahnplatz zog der Demozug in Richtung Bahnhofseingang weiter, welcher von Polizei in Vollmontur versperrt wurde. Ein Warnschuss aus einem leeren Reizstoffgewehr sollte die Anweisungen der Polizei, nicht in den Bahnhof einzumarschieren, untermalen. Die Demo zog weiter Richtung Innenstadt, wo auch am Bankverein nur der Weg in Richtung Kunstmuseum und Wettsteinbrücke offen blieb – zwischen Barfi und Schifflände war der Bummelsonntag bereits in vollem Gang. Die Demo endete auf dem Theodorskirchplatz. Abgesehen von Sprayereien und gekleisterten Plakaten blieb es ruhig.

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Nach den Ansprachen startete die Demo mit einer Tanz- und Chorperformace auf dem Marktplatz. (Bild: Dominik Asche)
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Sofia & Lorina: «Auch wenn wir in der Schweiz schon weiter sind als in anderen Ländern braucht es Feminismus.» (Bild: Dominik Asche)
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Trotz Dialogteam brauchte es die Polizei in Vollmontur, um die Richtung zu weisen. (Bild: Dominik Asche)
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Parolen und Gesichter im Demozug. (Bild: Dominik Asche)
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Vorne mit Vermummung und Rauchpetarden. (Bild: Dominik Asche)
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Auch die Zivilbevölkerung musste andere Eingänge in den Bahnhof nehmen. (Bild: Dominik Asche)
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Ein Knall zur Warnung, ein Kind weint vor Schreck. (Bild: Dominik Asche)
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Zwischen Bummel, Demo und Bankenplatz. (Bild: Dominik Asche)
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Etwa 1000 Frauen und FINTAS zogen durch die Stadt. (Bild: Dominik Asche)
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Dominik Asche machte eine Lehre bei Radio X in Basel. Als Digital Produzent baute er in verschiedenen Unternehmen Social Media Accounts mit auf. Die Ausbildung zum Pressefotografen am MAZ brachten ihn zurück in den Journalismus. Als Multimedia Journalist zu Bajour.

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