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Unsere Highlights

đŸ“•đŸŽŹđŸŽ”đŸ„˜-Perlen aus der Bajour-Redaktion

Im vergangenen Jahr haben wir viel gelesen, geschaut und sonst einfach an Kultur genossen. Die Perlen aus unserem Fundus möchten wir dir nicht vorenthalten. Das sind unsere Kultur-Highlights 2023.

12/27/23, 01:00 AM

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Tipps von Valerie Z.

Bestes Buch: Ich komme leider selten dazu, in Ruhe ein Buch zu lesen, oft schlafe ich dabei auch ein. Die Tipps meiner Freundin Laura zu befolgen, lohnt sich dabei immer. Zuletzt: Allegro Pastell, eine Lovestory aus den spÀten 10er-Jahren.

Bester Film: Wie bei BĂŒchern liebe ich gesellschaftliche ErzĂ€hlungen, etwas fĂŒrs Herz, wie zum Beispiel: Fallen leaves, ein Film ĂŒber ein Singleleben in Helsinki.

Beste Serie: WĂ€hrend Corona hab ich unzĂ€hlige Dokus geschaut auf Netflix. Lange nun war der Account nicht mehr besucht, kĂŒrzlich aber entdeckt und sehr zu empfehlen: Beckham, Dokumentarfilm.

Bester Podcast: Ein Klassiker, aber immer wieder hörenswert: Die Sternstunde Philosophie.

Bester Song/Bestes Album: hei, Pipi Langstrumpf, weil ich das Lied mit meiner Tochter in Dauerschlaufe höre. Und weil ich mich mit Pipi Langstrumpf identifiziere. Ich bin fest dafĂŒr, dass man sich das Leben so einrichtet, wie es einem gefĂ€llt. Kunterbunt

Beste neu entdeckte SpezialitĂ€t: Plymouth Rock HĂŒhner, oder hoffentlich dann die Eier dieses Gefiedertiers. Ab Februar bei uns im Haus in Hagenthal, Frankreich.

Tipps von Ina

Bestes Buch: Habe mehrere angefangen, aber nicht zu Ende gelesen (nicht, weil sie schlecht waren, sondern weil die Abende mit kleinem Kind nicht unbedingt zum Lesen einladen). «Gute Nacht, Gorilla» habe ich dafĂŒr sicher 100 Mal gelesen und kann ich sehr empfehlen.

Bester Film: Triangle of Sadness. Wow, was fĂŒr ein Film, dessen Handlung gar nicht so leicht in Worte zu fassen ist und einen immer wieder ĂŒberrascht. 

Beste Serie: Nachdem «Succession» ja mittlerweile fast allen ein Begriff ist, empfehle ich noch «Morning Show». Ausserdem hatte ich nach Matthew Perrys Tod ein kurzes Friends-Revival und entspanne zwischendurch liebend gern bei Trash wie «The Kardashians». Empfehlen will ich aber keine Serie, sondern eine Doku ĂŒber eine deutsche Boyband: «Echt – unsere Jugend». Das ist ein erfrischender Sprung zurĂŒck in die 90er, also in meine Kindheit, und hat mich sehr nostalgisch gemacht. («Uhuuuu, du ziehst nervös an deiner Zigarette, du hast das Rauchen wieder angefangen  » (Du trĂ€gst keine Liebe in dir) oder «Sag mal weinst du etwa oder ist das der Regen, der von deiner Nasenspitze tropft  » (Weinst du)).

Bester Podcast: FĂŒr mich immer noch «Conan O’Brien Needs a Friend» (bester Gast fĂŒr mich in diesem Jahr: Questlove). Ich habe in letzter Zeit aber auch manchmal den Zeit-Podcast «Die sogenannte Gegenwart» gehört (mag es je nach Host-Kombination mal mehr und mal weniger, interessant sind die Themen aber immer) und neu entdeckt und mega gut fĂŒr mĂŒde Möchtegern-Astronaut*innen: «Einschlafen mit Weltall».

Bester Song: Flowers von Miley Cyrus. Von diesem – zugegeben sehr poppigen – Lied hatte ich dieses Jahr definitiv am hĂ€ufigsten einen Ohrwurm. Ein paar Mal musste ich es laut aufdrehen, mitsingen und durch die Wohnung tanzen. Und jetzt alle: «I can buy myself flooowers  »

Beste neu entdeckte SpezialitÀt: Baumstriezel! Gerade erst vor ein paar Wochen auf dem Weihnachtsmarkt entdeckt. Warum habe ich ihm bisher nie eine Chance gegeben?! Die Konsistenz, der Geschmack (mit Zimt und Zucker) 
 himmlisch!

Tipps von FrÀnzi

Bestes Buch: Ich lese selten BĂŒcher und wenn ich eins hervornehme, dann meist ein altes meiner Lieblingsautor*innen (aktuell: Das Norman-Areal von Jan Kjaerstad). Mein regelmĂ€ssiger Buch-Ersatz sind aber die Reportagen-Heftli, die mir monatlich fein sĂ€uberlich kuratierte (was könnte es anderes sein) Reportagen in den Briefkasten liefern. Ich lese darin nicht immer alles, aber ich finde in jeder Ausgabe mindestens eine Geschichte, die mich packt, die mir eine neue Welt zeigt oder die mich berĂŒhrt.

Bester Film: Als Kind – und ehrlich gesagt auch als Erwachsene – liebte ich die verrĂŒckte Welt von Willy Wonka und seiner Schokoladenfabrik und ich summe auch jedesmal mit, wenn Gene Wilder singt: «Come with me and you'll be in a world of pure imagination.» Mit entsprechender Vorfreude, aber auch Angst vor EnttĂ€uschung schaute ich im Kino den Film Wonka, der sich darum dreht, wie Willy Wonka ĂŒberhaupt zu seiner Schokoladenfabrik gekommen ist. Und ich sass von GlĂŒck ĂŒberfĂŒllt im Kinosessel. Manchmal braucht es einfach Filme, die zeigen, dass alles gut wird – und so einer ist Wonka.

Beste Serie: Wo wir schon beim Gute-Welt-Thema sind: Mein Serientipp ist Heartstopper, denn auch in der zweiten Staffel zeigt die Serie, die sich auch mit schweren Themen wie AngstzustÀnden und Essstörungen beschÀftigt, dass es gute Menschen auf dieser Welt gibt und dass man die Hoffnung nie verlieren sollte.

Bester Podcast: Fragt man mich nach meinem Lieblingspodcast, kann ich eigentlich nur «Gemischtes Hack» sagen, da dieser mich praktisch tĂ€glich begleitet. Ansonsten habe ich dieses Jahr den «High Performance»-Podcast entdeckt, bei dem Menschen, die Aussergewöhnliches leisten, erzĂ€hlen, woher sie Motivation und Energie dafĂŒr nehmen.

Bester Song: Dieses Jahr war das Jahr der Wiederentdeckungen fĂŒr mich. Songs, die ich frĂŒher auf und ab hörte, aber wieder komplett vergessen hab. Dazu gehören Caravane von RaphaĂ«l und Black Lexus von Joseph Arthur. Beides tolle Songs, die aber aus meiner Sicht noch besser sind, weil ich sie mit vielen Erinnerungen verbinde.

Bestes Konzert: Selten habe ich mich an einem Konzert so wohlgefĂŒhlt wie bei Lizzo im Hallenstadion. Da konnte jede*r so sein, wie er*sie ist. Alle haben getanzt, gefeiert und mitgesungen, ohne komisch auf die Person daneben zu schauen. WohlfĂŒhlfaktor: 1000!

Beste neu entdeckte SpezialitĂ€t: Trudis Rinds-Haggfleisch-Kiechli. Zum ersten Mal an der HerbschtmĂ€ss gegessen und fĂŒr sehr lecker befunden.

Tipps von Ernst

Bestes Buch: Viel gelesen hab ich nicht. 1 Buch schon: Fake History von Otto English. Ich finde es faszinierend, wie viel Macht ErzÀhlungen von Geschichte haben und wie sich diese auf die Gesellschaft auswirken. Gut, ich bin im Journalismus gelandet, wo wir genau die Aufgabe haben, den MÀchtigen auf die Finger zu schauen und verfÀlschte ErzÀhlungen zu korrigieren.

Bester Film: Shrek. Nicht ein spezifischer, alle 4 + 2 gestiefelte Kater. Wholesome, lustig, grĂŒn und zwiebelig.

Beste Serie: Mit meiner Freundin gibt’s oft zum Znacht Dokus. Zum Beispiel «Our Planet» oder «Life on our Planet» (da sind animierte Dinos dabei).

Bester Podcast: «ernsthafte GesprĂ€che» ist immer noch cool. Meine Lieblingsfolge war die mit dem Influencer Flavio Stucki. Da ging ein kleiner Traum meines 14-jĂ€hrigen Ichs in ErfĂŒllung.

Bester Song/Bestes Album: Favourite neue Alben sind Panic Motel oder Chrome Clouds von Absent. Und in einer positiveren Musikrichtung habe ich die Italo-Schlager von Roy Bianco und den Abbrunzanti Boys fĂŒr mich entdeckt. Lokales-Musik-Shoutout geht an die EP nebeL von leboet und das Lied Kleistadtverklemmt von Was Das?. 

Beste neu entdeckte SpezialitÀt: Limoncello Spritz. Ist zwar bissl Basic White Girl und so SpezialitÀt auch nicht, aber dieser Drink hat mir in Italien mÀchtig Freude und Kopfschmerzen am nÀchsten Morgen bereitet.

Auf dieses Kulturereignis 2024 habe ich besonders viel Vorfreude: European Darts Tour im September

Tipps von Betty

Bestes Buch: «Blutbuch» von Kim de l`Horizon hat mir gut gefallen. Im Buch werden IdentitÀt, SexualitÀt, Klassenzugehörigkeit und Traumata auf eine sehr differenzierte Weise thematisiert. Ich habs aber noch nicht fertig, Shame on me.

Bester Film: Ich schaue sehr wenige Filme, aber «The Guilty» hat mir gut gefallen. 

Beste Serie: Richtig gecatched hat mich dieses Jahr die Netflix-Serie «Kitz». Die Serie handelt von der tiroler Alpenmetropole «KitzbĂŒhel». Dort, wo die Reichen jĂ€hrlich im Winter das kleine Dorf mit ihrem Glamour berfallen und sich breit machen. Hinter einer gesellschaftskritischen Message, versteckt sich eine Liebesgeschichte und ein Mord, dessen Aufdeckung lange auf sich warten lĂ€sst. 

Bester Podcast: Ehrlich gesagt höre ich fast ausschliesslich «drei ???» Hörspiele und selten richtige Podcasts. Ein alltime Favorit bleibt allerdings «Grauwert 303». Der Podcast ist von einer anonymen Person, welche Graffiti-Artists interviewt. Illegal, authentisch, ehrlich und spannend. Love it.

Bester Song/Bestes Album: Mein Spotify Wrapped sagt zwar etwas anderes, fĂŒr mich ist aber der Beste Song des Jahres «Back on 74» von «Jungles». Das beste Album ist fĂŒr mich «Ivory» von «Omar Apollo».

Beste neu entdeckte SpezialitÀt: Hausgemachter Chai-Tee mit Kurkuma ist der Hammer.

Tipps von David

Bestes Buch: Haie in Zeiten von Erlösern vom wortgewaltigen Kawai Strong Washburn. Der Erlöser ist Nainoa, dem ZauberkrĂ€fte nachgesagt werden, seit er als kleiner Junge in den Pazifik gefallen ist und die Haie ihn nicht frassen, sondern zum Boot zurĂŒcktrugen. Seine Geschwister wachsen im Schatten des Wunderkinds auf – und die ganze Familie versucht, der Perspektivlosigkeit von Hawaii zu entfliehen. Doch die Familiengeschichte scheint irgendwie an die Insel und ihre magische Sagenwelt geknĂŒpft zu sein.

Bester Film: She Said. Der Film erzĂ€hlt nach, wie zwei New-York-Times-Journalistinnen den Weinstein-Skandal aufgedeckt haben. Das ist nicht nur fĂŒr Mediennerds wie mich interessant, denn der Film schafft es, die Recherche fast thrillerhaft zu inszenieren. Denn klar, man fiebert mit, wenn die Reporterinnen versuchen, Quellen zu finden, die das Unmögliche machen sollen: Öffentlich aussagen, dass sie von einem der mĂ€chtigsten MĂ€nner Hollywoods missbraucht wurden. 

Beste Serie: Wir bleiben thematisch in Hollywood: In dieser Parrallelwelt spielt die Cartoon-Dramedy-Satire BoJack Horseman, die das Leben des gleichnamigen alternden Sitcom-Schauspielers (und: Pferds) begleitet. Anfangs begeisterten mich die witzigen anthropomorphen Tier-Mensch-Figuren sowie der abgedrehte und popkultur-referenzreiche Humor. In meinem Herzen bleibt die Serie aber wegen ihrer erschĂŒtternd ehrlichen Darstellung von Verlust, Trauma, Verrat, Sucht und vielleicht trotz all der Tiere: dem Drama, Mensch und fehlbar zu sein.

Bester Podcast: Podcasts waren immer meine BeschĂ€ftigung wĂ€hrend dem Zugfahren. Da ich jetzt Fulltime-Basler bin und nicht mehr pendle, ist mein Podcast-Konsum massiv gesunken (unter 400 Minuten laut Spotify JahresrĂŒckblick). Zwar habe ich den Podcast «Danke Gut» vergangenes Jahr schon empfohlen (was man nicht oft genug kann). Aber in Anbetracht der Lage der Welt ist die Folge zur «Psyche in Zeiten politischer Krisen» durchaus hilfreich.

Bestes Kulturereignis: Es gibt so Konzerte, die spĂ€ter idealisiert werden und in Musik-Dokumentationen als Anfangspunkt einer grossen Karriere inszeniert werden. Das SaitĂŒn-Konzert an der B-Scene im Rossstall der Kaserne hat sich schon wĂ€hrenddessen so angefĂŒhlt. Alle, die dort waren, haben das gespĂŒrt – Michelle kann’s bezeugen! Noch geflashter war ich dieses Jahr nur von Paolo Nutinis Stimme beim ZOA City in ZĂŒrich. Iron Sky zu hören, hat bei mir direkt die Schleusen der TrĂ€nendrĂŒsen geöffnet und sie erstmal nicht mehr geschlossen. Ich habe noch die ganze Nacht gebraucht, um mich von dem Song zu erholen.

Bester Song/Bestes Album: Die spannendsten, berĂŒhrendsten, vertrĂ€umtesten Songs, die dieses Jahr veröffentlicht wurden, habe ich wieder in eine Playlist gepackt. Die heavieste rotation hatten die neuen Alben von Yves Tumor, Slowdive und Daughter – vor allem im Hip Hop hat mir dieses Jahr aber der grosse Wurf gefehlt. DafĂŒr haben auch die local heroes La Nefera und Sam Himself mehr als nur eine honorable mention verdient. 

Beste neu entdeckte SpezialitĂ€t: Schon gehört? Mate ist unter Hipstern wieder out. Neue Softdrinks braucht das Kleinbasel! Ich empfehle: Cucumis Lavendel. Das ist laut Produktbeschreibung die erste Limo auf Lavendelbasis (und mit einem Hauch Bergamotte). Ganz wie Limo soll, ist Cucumis sommerlich-schwimmbadig-wassereisig erfrischend. Und mit der lila Flasche in der Hand fĂŒhlt man sich gleich besonders snobby und sophisticated. Eignet sich sicher auch gut fĂŒr Cocktails. Gibt’s in gut sortierten Migros und im Drinks of the World.

Tipps von Ladina

Bestes Buch: «Atemschaukel» von Herta MĂŒller habe ich diesen Sommer zum zweiten Mal gelesen und so viel mehr verstanden, als vor vier Jahren.. Ein 17-JĂ€hriger RumĂ€nien-Deutscher wird nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von Sowjetrussland in ein Arbeitslager deportiert. Eigentlich freut er sich sogar darauf, weil er dann seiner deutschen LebensrealitĂ€t, in der er sich und seine SexualitĂ€t verstecken muss, entweichen kann. Herta MĂŒller schildert eindrĂŒcklich, wie der Hunger, den sie als eine Art Todesengel darstellt,  von den Gefangenen immer mehr Besitz ergreift, zwischenmenschliche Beziehungen verĂ€ndert und die Moral auf die Probe stellt. Die poetische Sprache, derer Herta MĂŒller sich bedient, ist wunderschön und transportiert gleichzeitig unglaublich viel Verzweiflung.

Bester Film: Da kann ich mich fast nicht entscheiden. Aber ich glaube, «Semret» (2022) macht das Rennen. «Semret» ist ein Schweizer Film, der eine junge Mutter, eben Semret, und ihre Tochter Joe portrĂ€tiert. Joe hat ein Alter erreicht, in dem sie beginnt, Fragen nach ihrem Vater und der eritreischen Herkunft ihrer Mutter zu stellen. So muss sich Semret erstmals mit ihrer Migrationserfahrung auseinandersetzen. Der Film ĂŒbt sich in Kritik am Schweizer Migrationswesen und an der Tabuisierung von Trauma. Er geht besonders nahe, weil er von Lai*innen gespielt wird.

Beste Serie: Entweder der all-time-classic «Gilmore Girls», der im Herbst einfach immer gut ist, oder die Netflix-Serie «Sex Education», weil ich damit gemĂŒtliche WG-Abende im kuschelig improvisierten Wohnzimmer verbinde.

Bester Podcast: Wenn ich einmal Podcasts höre, was zugegebenermassen sehr selten vorkommt, dann höre ich gerne «Geschichten aus der Geschichte» oder, ganz klassisch, das «Echo der Zeit». 

Bester Song/Bestes Album: «Zeitgeist» von Florian Paul und die Kapelle der letzten Hoffnung, das Album «KalĂ©ko» von Dota Kehr (ja, das sind vertonte Mascha KalĂ©ko-Gedichte), oder wenn’s klassisch sein darf: das Streich-Idyll von Janaček.

Beste neu entdeckte SpezialitĂ€t: Das mĂŒssen wohl die Wiener Marillenknödel sein (wobei sie schon ein bisschen overrated sind).

Tipps von SĂ€mi

Bestes Buch: Nebst viel Harry Potter (vorgelesen) habe ich zwei gute BĂŒcher gelesen, einerseits «Ventoux» von Bert Wagendorp, ein Klassiker fĂŒr Menschen mit einem Faible fĂŒr Radsport. Und Teil 1 «The Three-Body Problem» (Die drei Sonnen) von Liu Cixin, ein Science-Fiction-Roman der zum Nachdenken anregt (was passiert, wenn wir Kontakt zu einer ausserirdischen Zivilisation herstellen?).

Bester Film: Netflix hat «The Three-Body Problem» verfilmt, weshalb ich die Trilogie auch noch nicht weitergelesen habe, sondern das schön so handhaben werde: Buch 1, Film 1, Buch 2. Teil 1 erscheint auf jeden Fall im MĂ€rz 2024 und weil 2023 fĂŒr mich als Filmjahr wenig hergab, setze ich darauf.

Beste Serie: Auch meine Lieblingsserie passt zu meinen Buch-Tipps und zwar ist es die Verfilmung der Tour de France, ebenfalls auf Netflix. Wie die Filmemacher es fertig gebracht haben, die schwierig zu begreifende Faszination eines Radrennens einem breiten Publikum zugÀnglich zu machen, ist grandios.

Bester Podcast: Ich höre nur die wenigsten Folgen von Hotel Matze, geschweige denn ganz fertig. Aber die beiden GesprĂ€che mit Liverpool-Coach JĂŒrgen Klopp und (Achtung, wieder Radsport): Jan Ullrich habe ich sehr gerne gehört.

Bester Song/Bestes Album: Hier ist mein Streaming Anbieter eine grosse Hilfe, mein meistgehörter Song ist sehr alt, fĂŒr mich aber eine Neuentdeckung. «Diamond and Rust» von Joan Baez erzĂ€hlt davon, wie es ist, wenn Bob Dylan zehn anruft, zehn Jahre nachdem er dich als junger Mann verlassen hat. Man hatte es nicht leicht mit ihm, oder wie Baez singt: «And if you're offering me diamonds and rust. I've already paid.»

Beste neu entdeckte SpezialitĂ€t: Migros hat jetzt eine Fondue-Version von diesen tiefgekĂŒhlten KĂ€se-PlĂ€tzli, MoitiĂ©-MoitiĂ©, wie’s sich gehört. Eine Offenbarung.

Tipps von Valerie W.

Bestes Buch: Ich liebe es, zu lesen. Da ich nur abends im Bett dazu komme, schlafe ich chronisch zu wenig
Dieses Jahr waren unter anderem Schuld daran die folgenden BĂŒcher: Offene See von Benjamin Myers: Eine leicht zu lesende, unglaublich schöne Geschichte ĂŒber menschliche Beziehungen und Chancen im Leben, die es zu packen gilt. Eine wunderbare und kluge LektĂŒre ist das schmale Buch Gelassenheit von Thomas StrĂ€ssle. Er geht dem Begriff auf den Grund und der Frage nach, was Gelassenheit eigentlich wirklich bedeutet und wie es gelingen kann, gelassen durchs Leben zu gehen. Im Moment lese ich gerade das Buch Die Wut, die bleibt von Mareike Fallwickl: Darin geht es um eine Mutter, die einfach nicht mehr kann und wĂ€hrend eines nervigen Abendessens vom Balkon springt. Es geht um zu wenig wertgeschĂ€tzte und unbezahlte Carearbeit, um Feminismus und Freundschaft und ist sehr spannend geschrieben. Und ein Must war fĂŒr mich als Max-Frisch- und Ingeborg-Bachmann-Fan war der Briefwechsel der beiden «Wir haben es nicht gut gemacht».

Bester Film: Sehr beeindruckt hat mich der Film TĂ r mit Cate Blanchett als Dirigentin. die als erste Frau ein grosses deutsches Orchester leitet und beruflich wie privat immer mehr in eine AbwĂ€rtsspirale gerĂ€t. Den Film Ich bin dein Mensch von Maria Schrader ĂŒber die Beziehung einer Frau mit einem humanoiden Roboter habe ich mehrmals gesehen, weil ich die Thematik so spannend finde.

Beste Serie: Als Entspannung finde ich The Marvelous Mrs Maisel super, ich liebe den Humor. Friends habe ich in verschiedenen Lebensphasen immer wieder gesehen, kann die Serie teilweise mitsprechen und schaue sie nun erneut an – am liebsten wĂ€hrend des Kochens.

Bester Podcast: Der Literatur-Podcast Dichtung und Wahrheit  ist toll. Ansonsten höre ich gerne Sternstunde Religion und Sternstunde Philosophie. Leider komme ich zu selten dazu, Podcasts zu hören.

Bester Song/Bestes Album: Flowers von Miley Cyrus. Am besten ganz laut im Auto.

Bestes Kulturereignis: Die BuchBasel 2023 hat mir sehr gut gefallen, ich wĂŒrde wĂ€hrend der drei Tage am liebsten im Volkshaus leben. Sehr beeindruckt hat mich das vielseitige und diverse imagine-Festival auf dem Barfi, das von Jugendlichen organisiert wird. Krönung war die Drag-Queen-Show. Ein wunderbares Kulturereignis fĂŒr Eltern mit Kindern sind die Geschichten am Sonntagnachmittag, die kann ich nur empfehlen.

Beste neu entdeckte SpezialitÀt: Ginger-Beer.

Tipps von Michelle

Bestes Buch: Ich muss etwas beichten. Ich glaube, ich habe zuletzt im Januar ein Buch fertig gelesen. Das war «Leoparda» von Anja Schmitter, kann ich sehr empfehlen. Ansonsten liegen bei mir auf dem Nachttisch unter anderem «Eine Frage der Chemie» und das «Blutbuch», aber Ă€be


Bester Film: Weils sonst niemand sagt, bleibts an mir hĂ€ngen: Hallooo?! Barbie!!? Solide Unterhaltung meets Kapitalismus meets Feminismus meets Musical meets Kindheitserinnerungen. Über keinen anderen Film haben wir diesen Sommer so lange und ausgiebig und wiederholt in verschiedenen Freund*innen-Kreisen diskutiert, ja fast gestritten – und dabei alle die gleiche Melodie gesummt. Alles richtig gemacht.

Beste Serie: Jaja, ich bin late to the party, aber ich bin dieses Jahr wieder ins Star Wars Universum abgetaucht mit «The Mandalorian» und hab mich bestens unterhalten. 

Bester Podcast: GefĂŒhlt an einem Schnurz durchgehört habe ich «I’m not a Monster», ein Podcast von der BBC, der das Leben einer jungen Britin nachzeichnet, die als SchĂŒlerin dem Islamischen Staat in Syrien beigetreten ist.

Bester Song/Bestes Album: Meistgehörtes Album gemĂ€ss meinem Spotify-Algorithmus ist «Desire, I want to turn into you» von Caroline Polachek. Zugegeben: ein richtig, richtig gutes Album. Wenn ich mich aber auf mein BauchgefĂŒhl verlasse, sage ich: Ozarker von Israel Nash. Eine Perle nach der anderen.

Bestes Konzert: 2023 war ein grossartiges Konzertjahr! Meine Liste ist lang, aber ganz ganz besonders in Erinnerung bleiben wird mir, wie still es im Publikum am Bon Iver Konzert im Juni war. Mis HĂ€rz ♄.

Beste neu entdeckte SpezialitĂ€t: Gilt auch non-food SpezialitĂ€t? Wenn ja: STICKER! Ich habe dieses Jahr ĂŒberdurchschnittlich viele Sticker gekauft und geschenkt bekommen. Seither wird gestickert, was das Zeug hĂ€lt.

Tipps von Saskia

Bestes Buch: «Atomic Habits» - Ich liebe psychologische BĂŒcher, die mir persönliches Wachstum ermöglichen und dazu anregen, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. WĂ€hrend meiner Ferien habe ich es förmlich verschlungen.

Bester Film: Ich muss ehrlich gestehen, dass ich dieses Jahr nicht viele Filme gesehen habe. Vor etwa zwei Monaten war ich jedoch im Kino und habe «Oppenheimer» geschaut. Der Film war zwar extrem lang (fĂŒr meinen Geschmack vielleicht zu lang), aber dennoch Ă€usserst packend und interessant. Er hat mich erneut daran erinnert, wie schnell alles in der Welt vorbei sein könnte.

Beste Serie: Leider habe ich dieses Jahr keine herausragende Serie entdeckt - Sorry. Vielleicht habt ihr ja eine Empfehlung fĂŒr mich?

Bester Podcast: Laut Spotify ist mein Lieblingspodcast immer noch «Gemischtes Hack», genauso wie letztes Jahr, dicht gefolgt von «Beste Freundinnen». In diesem Podcast werden faszinierende psychologische Themen behandelt.

Bester Song/Bestes Album: Die Auswahl meines Lieblingssongs hĂ€ngt von meiner Stimmung ab. Wenn ich in meiner Wohnung tanzen möchte, bevorzuge ich etwas Spanisches wie «La Carretera» von Prince Royce. Im Auto höre ich gerne Deutschrap, zum Beispiel «Wohin» von Monet192. Wenn es um Techno geht, ist mein absoluter Lieblingssong «Consciousness» von Anyma, Chris Avantgarde. Ernst wĂŒrde jetzt sagen, ein echter Banger.

Beste neu entdeckte SpezialitÀt: Kottu - WÀhrend meiner Ferien in Sri Lanka hat mir David geraten, unbedingt Kottu zu probieren. Ich habe es ausprobiert und konnte nicht genug davon bekommen.

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