Durchmesserlinie

«Es wäre ein verheerendes Signal»

Nach dem Referendum der PdA warnt Nationalrätin Florence Brenzikofer vor Folgen eines Neins zur Durchmesserlinie.

Brenzikofer
Florence Brenzikofer (Bild: zVg, Keystone / Georgios Kefalas, Collage: Bajour)

Florence Brenzikofer, waren Sie überrascht, dass das Referendum gegen die Durchmesserlinie ergriffen worden ist, obwohl sich dieses Projekt im Vergleich zum ursprünglichen Herzstück schlanker (und günstiger) präsentiert?

Brenzikofer: Ja, auch weil der Entscheid für den Planungskredit im Grossen Rat sehr deutlich ausfiel.

Könnte gleichzeitig dies der Kernpunkt sein? Dass manche Menschen keinen Sinn hinter einer Verbindung zwischen den beiden Bahnhöfen sehen? Was entgegnen Sie da?

Eine neue Verbindung zwischen dem Bahnhof SBB und dem Badischen Bahnhof ist zwingend für einen grundlegenden Ausbau des trinationalen S-Bahn-Systems. Es ist eine kurze Neubaustrecke mit weitreichender Wirkung.

Warum ist die Durchmesserlinie Ihrer Meinung nach wichtig für die Agglomeration und den trinationalen Verkehr?

Basel könnte sonst zum Flaschenhals verkommen; neben dem trinationalen Verkehr ist die Durchmesserlinie auch für den nationalen und internationalen Verkehr von grosser Bedeutung.

Was wäre es für ein Zeichen nach Bundesbern, wenn Basel mit dem Referendum diesen Kredit ablehnt?

Es wäre ein verheerendes Signal. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir in einer breiten Allianz fast aller Parteien mit der Wirtschaft und mit den Umweltverbänden die Referendumsabstimmung gewinnen werden.

Noch ein Blick auf die Ersatzwahl von Isaac Reber: Sollte das Amt des Baudirektors BL nicht von den Grünen verteidigt werden können – wie grosse Sorgen machen Sie sich dann um den Ausbau des Bahnknotens in Basel?

Es gibt ein klares Bekenntnis aller Parteien im Baselbiet für den Ausbau des Bahnknotens Basel, deshalb bin ich überzeugt, dass sich auch nach den Gesamterneuerungswahlen 2027 die Regierung weiterhin für den Ausbau in der Region stark machen wird.

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