Geheimtipps zum Abkühlen

Der Sommer ist da und es ist heiss. Wie kannst du dich vor der Hitze retten, ohne dich mit den Menschenmassen in den Badis abgeben zu müssen?

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Wenn nur noch der Hut Schatten gibt. (Quelle: Jens Teichmann auf Pixabay)

Wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen, suchen die Basler*innen im Joggeli oder im Rhein ihre Abkühlung. Wenn du nicht zwischen gefühlten Millionen Besucher*innen im Hitze-Dichtestress gruppenschwitzen willst, haben wir einige Alternativen für dich:

1

Sprung in den Brunnen

Brunnen zum Beispiel: In der Innenstadt gibt es mehrere Exemplare, die sich dafür eignen. Zum Beispiel der Gems-Brunnen beim Spalenberg oder der Sevogel-Brunnen bei der Martinskirche. Aber bitte die Badehose nicht vergessen, man ist ja schliesslich in der Öffentlichkeit. Als Suchhilfe kannst du den Basler Brunnenführer konsultieren, der hat j e d e n e i n z e l n e n Brunnen der Stadt aufgeführt.

👯👯: Alleine wirst du wahrscheinlich nicht sein, es gilt, sich früh genug einen Brunnen zu krallen.

🧊🧊🧊: Im Brunnen ist es kühl, aber ja nicht barfuss draussen auf den Asphalt stehen.

🚨: Solange du die Anwohnenden nicht störst, sollte es keine Probleme geben.

2

Kirche kühlt

Man kann von Kirchen halten, was man will – kühl sind sie immer. Münster und Elisabethenkirche sind sehr zu empfehlen, da zentral. Und du darfst auch rein, wenn du keine Kirchensteuer (mehr) zahlst. Auf Federball-Spiele ist aber aus Rücksicht auf die anderen Besucher*innen zu verzichten.

👯: Heutzutage ist in den Kirchen oft nicht viel los – ein Vorteil für dich! Hier ist’s meistens schön ruhig.

🧊🧊🧊: Ein Segen in der Sommerzeit.

🚨: Solange du nicht nur in Badehose aufkreuzt, sollte alles gut gehen.

3

Runter in die Tiefgarage

Unter dem Kunstmuseum gibt es noch nicht allzu lange eine Tiefgarage. Falls du sie noch nicht gesehen hast, dann nix wie hin. Deine Sonnenbrille musst du aber ausziehen, sonst siehst du nichts mehr. Die Eingänge findest du am St. Alban-Graben, einen neben dem Kunstmuseum und den anderen im Gebäude der Credit Suisse. ZU lange solltest du dich aber da nicht aufhalten, wenn du nicht Bekanntschaft mit dem Sicherheitsdienst machen willst, der auf die parkierten Autos aufpasst.

🚗🚗: Menschen hat’s, die sind aber in Autos.

🧊🧊: Solange dir kein Auspuff vor dem Gesicht steht, wird es angenehm kühl sein.

🚨: Die Parkgarage ist videoüberwacht, also immer schön brav bleiben.

4

Bus Tour durch Basel

Wenn es dir an Zeit nicht mangelt, kannst du auch ein bisschen auf Touri machen und eine Basel City Tour buchen. Du hast die roten Busse sicherlich schon in der Stadt fahren sehen. Dank Klimaanlage im Bus kannst du dich hier abkühlen und die Stadt deines Herzens mal so anschauen, wie es sonst nur Gäste machen. Wenn du dich auskennst, kannst du den Touris sogar Geschichten über Basel erzählen.

👯👯: Wohl eher viele Leute, aber du brauchst dich nicht mit ihnen abzugeben.

🧊🧊🧊: Klimaanlage, du Wohltat!

🚨🚨: Die 24.- Franken müssen’s dir wert sein.

5

Hallo Velo

Du bist ein*e Pendler*in und musst abends in den überfüllten Zug steigen? Davor kannst du kurz an einen Ort abtauchen, an dem es ein paar Grad kühler ist. Das Veloparking vor dem Bahnhof SBB bietet sich an. Geh auf dem Weg zur Schalterhalle statt über den – sowieso viel zu komplizierten – Centralbahnplatz, durch das unterirdische Veloparking.

🚴🚴🚴: Richtig leer ist’s hier selten.

🧊🧊🧊: Kühl, dunkel, perfekt.

🚨🚨: Enthusiastische Rentner*innen auf E-Bikes. Help!

6

Weg zum Flughafen

Vielleicht kennst du das Gefühl, in einem sommerlichen Outfit zu reisen, vom Flugzeug über den heissen Flugplatz zu laufen, in das sehr gut klimatisierte Gebäude einzutreten und sich dann etwas überziehen zu müssen, um sich nicht direkt nach den Ferien eine Erkältung einzufangen? Eben. Wer sagt denn, dass man sich dort ausschliesslich zur Ferienzeit aufhalten darf?

Bonus: Selfies im Flughafenbistro sind eine gute Möglichkeit, deine Follower*innen neidisch zu machen – auch wenn du nirgends hinfliegst.

👯👯👯: Allein bist du hier nie.

🧊🧊: Kann sich schon wie ein kleiner Urlaub anfühlen.

🚨: Lass nichts liegen, sonst denkt man noch, du hättest andere Absichten.

7

Zuhause ist es am schönsten

Du kannst auch dein Heim zu einer kleinen Oase verwandeln. Morgens direkt alle Storen zu machen, damit ja kein Sonnenlicht die Zimmer erhitzt, ist ein guter erster Schritt. Dazu schonmal Getränke kühl stellen – und immer genug Eiswürfel auf Vorrat haben. Die Abkühlung durchs Wasser kannst du dir in der Dusche oder Badewanne holen. Noch besser: Kurz kalt duschen, blutt aufs Sofa legen und den Ventilator anschalten.

👯: Du kennst deine Wohnsituation besser als ich…

🧊🧊: Je nach Wohnung und Isolierung lässt sich hier was rausholen.

🚨🚨🚨: Wenn du nicht alleine wohnst, klaut vielleicht jemand deine kühlen Getränke. Nackt-Policy müsste auch geklärt sein.

8

Die Strasse tut's auch

Auch in der Stadtmitte gibt es Abkühl-Möglichkeiten. An sieben Standorten in der Stadt stehen Sprühnebler, bei denen du dich im Vorbeigehen kurz unter die Nebeldusche stellen kannst. Die Frischespender findest du am Rümelinsplatz, am Klosterberg, am Münsterplatz, in der Fasnachtsgasse, bei der Unibibliothek, am Messeplatz und beim Theodorsgraben.

👯👯👯: Du kommst wohl nicht darum herum, andere Leute sehen zu müssen. Spät am Abend hast du vielleicht weniger Gesellschaft.

🧊: Unter dem Sprühnebler ist es kühl – und neben dem Sprühnebler nicht mehr.

🚨🚨🚨: Die Chance auf Privatsphäre ist hier niedrig und die Konfliktgefahr hoch, wenn neben dir ein Kind auch unter den Sprühnebler will. Durchsetzungsfähigkeit ist alles.

Und wenn dir diese Vorschläge nicht wirklich zusagen, kannst du ja immer noch in den Rhein hüpfen.

Dieser Artikel wurde am 17.8. mit den Sprühnebelspendern akutalisiert.

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