Ist 8 Uhr zu früh für Unterricht?
Für viele Schüler*innen in Basel ist der Schulstart um 8 Uhr eine Belastung: Am frühen Morgen fällt es ihnen schwer, sich zu konzentrieren. Damit Jugendliche ausgeschlafener und aufnahmefähiger sind, fordert Laurin Hoppler, Grossrat des jungen grünen Bündnisses, einen späteren Schulbeginn. Am Mittwoch brachte er die Idee eines flexiblen Schulstarts in Basel ins Spiel – eines Zeitfensters, in dem Schüler*innen selbst entscheiden können, wann sie zur Schule kommen. Die Oberstufe Gossau im Kanton St. Gallen führte vor drei Jahren solch flexible Randzeiten ein. Die Universität Zürich, die die Schule begleitete, veröffentlichte vor zwei Wochen eine Studie dazu: Sie deutet darauf hin, dass ein solches Modell Schlaf, Gesundheit und die schulischen Leistungen verbessern kann. Kritiker*innen befürchten hingegen unter anderem, die Jugendlichen könnten die freie Stunde zum Faulenzen nutzen oder am Abend länger wach bleiben – und dadurch insgesamt doch nicht ausgeruhter sein. Das Modell, welches Hoppler vorschlägt, soll in Basel an Sekundarschulen, Berufsschulen und am Zentrum für Brückenangebote eingeführt werden.
Ja, zu früh
Es ist eine Tatsache, dass Jugendliche Eulen sind. Wenn sie so früh zur Schule oder in die Lehre müssen, schlafen sie zu wenig. Das wirkt sich auf ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit aus. Also: später aufstehen, Zeitumstellung auf Sommerzeit abschaffen.
Handy weg ab 22 Uhr!
Als "alte" Frau habe ich meine Tochter gefragt. Die Enkelin geht neu in die Sek. Meine Tochter hat die Hände verworfen. Sie befürchtet, dass es dann abends zu lange wird mit Sport- und Musikprogramm plus Lernen. Später Schulbeginn heisst ja konkret längerer Schul-Tag, noch länger als jetzt. Wann werden die Hausaufgaben dann gemacht? Wir sind uns einig: Handy weg und um 22 Uhr schlafen gehen, dann sind die Kinder ausgeschlafen. Wir haben uns auch gefragt, wie das dann sein wird in der Berufslehre oder im Beruf selber? Wir wissen, dass es bereits einzelne Jugendliche gibt, die zwar eine Berufslehre machen möchten, jedoch nur zu 80%. Argument: work-life-balance.... Wir schützen und schützen unsere Kinder und Jugendlichen. Aber werden sie dann alltagstauglich?