KI-Musik im Radio: Eine gute Idee?
Mehrere Schweizer Privatradios senden in ihren Nachtprogrammen künstlich generierte Musik. Bei Radio 1, Radio Grischa und Radio Zürisee finden aktuell Testläufe statt, wie nau.ch berichtet. KI-generierte Musik ist für Lai*innen häufig nicht als künstlich generiert erkennbar. Die Suisa warnt nicht nur vor rechtlichen und finanziellen Risiken, sie befürchtet langfristig Einbussen von bis zu knapp einem Drittel der Urheberrechtseinnahmen. Während des ESC hat sich die Uni Basel bereits damit beschäftigt, ob Maschinen Kunst schaffen können. Damals wurde klar: Die KI wird eine sowieso schon prekäre Branche weiter unter Druck setzen. Die Privatsender hingegen begründen den Einsatz Suisa-freier Musik mit Kosteneinsparungen.
Menschen sind keine Maschinen
Musik ist mit Gefühlen und Intuition eine Kreation von und für Herz, Kopf, Hand und Fuss. Mit alledem hat KI nichts am Hut. Eigentlich auch mit wahrhaftiger Intelligenz nichts. Eine Maschine ist kein Mensch. Und der Mensch keine Maschine.
KI ist für mich, was jede Form von Kunst und anderen menschlichen Ausdrucksweisen anbelangt, ein Abgrund des Horrors. Seit KI-Erzeugnisse uns überfluten, nicht deklariert werden, immer weniger zu unterscheiden sind von menschengemachten und so viele Menschen drauf reinfallen, bin ich erstmals froh, dass ich nicht mehr so lange zu leben habe – ich möchte mich nicht in einer Welt mit Musik, Bildern, Filmen und andern Artefakten aufhalten, von denen ich nur noch ahnen kann, dass sie künstlich hergestellt, also fake sind.