Muss Basel attraktiver für grosse Konzerte werden?
2025 fand in der St. Jakobshalle der Eurovision Song Contest statt. Die Sorgen, dass die Traglast der Decke für grosse, aufwändige Konzertproduktionen nicht ausreicht, waren unbegründet. Entsprechend empfahl sich die Halle auch wieder für grössere Konzerte, wie auch Regierungspräsident Conradin Cramer sagte. Prime News hält fest, dass diese Euphorie nach einem halben Jahr schon wieder verflogen sei: Mit der Mundartpop-Band Hecht und der Rammstein-Coverband Stahlzeit stehen in diesem Jahr nur zwei Konzerte in der Joggelihalle an. Für die grossen Stars (Metallica, Robbie Williams, Linkin Park, Jason Derulo, Rosalía, Helene Fischer) muss man auch in diesem Jahr nach Zürich reisen. In Basel ist vor allem seit Corona der Besuch grosser Musikstars rar. Der Grossveranstalter Good News sagt zu Prime News, die Mietkonditionen in der Joggelihalle seien bei vergleichsweise kleinerem Einzugsgebiet nicht attraktiv. Und der Basler Veranstalter Thomas Dürr von Act Entertainment findet, dass die vielen Sport-Events in der Halle auch Daten blockiere, an denen sonst Konzerte stattfinden könnten. Die Basler Regierung stellt eine Strategie zur Stärkung der Halle im Veranstaltungsbusiness in Aussicht.
Klar
Die grossen Pop-/Rock-Konzerte im Joggeli und der St. Jakobshalle in den 90er Jahren sind legendär. Die Regierung hat mehrfach den Willen bekundet, an diese Zeiten anzuknüpfen. Die Ausgangslage nach dem ESC wäre hervorragend. Ob sie es schafft, das Versprechen der Wertschöpfung einzulösen?