Brems-Plakate abgehängt
Einige der Plakate der Tempo-30-Initiative im Baselbiet wurden bereits frühzeitig abgehängt, nachdem Autos wegen der Symbole auf den Bildern automatisch abbremsten – den Rest erledigte teilweise der Wind.
Vergangene Woche haben Abstimmungsplakate der Tempo-30-Initiative im Baselbiet für unerwartete Nebenwirkungen gesorgt. Die Plakate zeigen ein symbolisches Zone-30-Schild, das von Assistenzsystemen moderner Autos teilweise als echtes Verkehrssignal erkannt wird, wodurch einige Fahrzeuge automatisch abbremsten.
Besonders problematisch ist die Situation ausserorts, wo Tempo 80 gilt und ein plötzliches Abbremsen gefährlich sein kann. Die Kantonspolizei stuft die Plakate gemäss SRF Regionaljournal deshalb als potenzielles Sicherheitsrisiko ein.
Der Touring Club Schweiz (TCS), Initiant der Volksinitiative, hat nun in Absprache mit der Polizei die Plakate ausserorts entfernt. «Dies betraf 14 Standorte», so die stellvertretende Geschäftsführerin der Sektion beider Basel, Birgit Kron. Die restlichen Plakate würden in den kommenden zwei Wochen abgehängt. Dies sei aus Sicht der Polizei zwar nicht zwingend, aber der TCS habe so entschieden, um «die betroffenen Automobilisten nicht länger zu belasten», wie Kron mitteilt. Somit werden die Plakate früher als üblich abgehängt. Die Abstimmung über die Tempo-30-Initiative findet erst am 8. März statt, also in mehr als zwei Wochen. Ob sich die fehlende Werbung negativ auf das Anliegen des Komitees auswirkt, wird sich zeigen. Birgit Kron ist aber zuversichtlich: «Nachteile erwarten wir dadurch nicht, respektive das Risiko müssen wir eingehen.»
Ein Teil der Gefahr wurde derweil bereits vom Wetter gebannt. Der starke Wind der letzten Tage hat einige der Plakate, die an Strassenlaternen befestigt sind, so gedreht, dass sie parallel zur Strasse stehen und somit von den Assistenzsystemen der Autos wohl seltener als Verkehrsschilder erkannt werden.