Was hesch aa: Kupfer, Silber oder Gold?
Die Fasnachts-Blagedde gibt’s bekanntermassen in Kupfer, Silber, Gold und als Bijou. Wer aber kauft welche Plakette – und warum? Wir haben uns umgehört.
«Ich habe die silberne Plakette, weil ich die Cliquen und die Leute, die die Fasnacht organisieren, unterstützen möchte. Ausserdem finde ich die silberne am schönsten. Weil ich in Genf wohne, habe ich sie im Vorfeld bestellt und per Post geschickt bekommen. Ich bin mit Freunden aus Genf für drei Tage in Basel und wir waren schon am Morgestraich und davor in Liestal beim Chienbäse.»
«Wir kaufen von der Gugge aus immer goldene Blagedde und beziehen sie jedes Jahr direkt beim Comité. Ich bin heute erst damit unterwegs, denn während des Morgestraichs habe ich noch geschlafen. Aber jetzt bin ich parat für die Fasnacht.»
«Die kupfernen Blagedden hat unsere Enkelin für uns gekauft. Wir sind aus Köln extra zur Basler Fasnacht angereist, weil sie dieses Jahr zum ersten Mal mitpfeift. Wir kennen aus Köln den Karneval, aber das hier ist eine ganz andere Nummer. Das kann man gar nicht vergleichen. Den Morgestraich fanden wir wirklich überwältigend.»
«Ich möchte die Kultur unterstützen und habe daher in den letzten Jahren die goldene Blaggedde gekauft, weil ich es mir leisten kann. Ich habe sie auf direktem Weg direkt von einer Clique gekauft. Weil ich in Basel aufgewachsen bin, unterstütze ich die Fasnacht gerne, damit sie lange weiterleben kann.»
«Wir kommen aus Frankreich, ich arbeite aber in Basel. Die Blaggedden habe ich von Freunden bekommen. Mein Sohn wollte gerne zwei haben, weil er das cool findet und da habe ich ihm die kupferne und die goldene gekauft, die nun beide an seiner Mütze angesteckt sind. Ich selbst trage die kupferne.»
«Die kupferne Blaggedde wird am meisten verkauft. Es kommen sehr viele Franzosen an die Fasnacht, die kaufen fast immer die kupferne. Sie ist ja am günstigsten. Aber auch die silberne und die goldene sind beliebt. Wir sind seit dem Morgestraich hier und haben schon sehr viele Blaggeden verkauft, auch unsere selbst bemalten. Wir gestalten immer einige der Blaggedde selbst und verkaufen sie für zehn Franken mehr, zum Beispiel auch welche in FCB-Farben. Bisher läuft das Geschäft für uns sehr gut, was auch daran liegt, dass Petrus ein Basler ist und das Wetter mitspielt.»