Neue Regelung während Fasnacht

Keine Pipipausen mehr im Dreikönig 

Wegen Beschädigungen der Infrastruktur hat das Trois Rois während der diesjährigen Fasnacht Anpassungen vorgenommen: Der Zutritt zum Hotel ist nur noch mit Konsumation erlaubt. 

TroisRois
In den vergangenen Jahren ist es während der Fasnacht wiederholt zu erheblichen Beschädigungen an der Infrastruktur des Dreikönigs gekommen (Bild: Valerie Zaslawski)

WCs an der Fasnacht: ein heisses Thema, denn mit dem erhöhten Konsum von Weisswein und Bier drückt auch gerne mal die Blase. Das Telebasel hat dem Thema dieses Jahr sogar einen eigenen Beitrag auf Instagram gewidmet und das beste Klo der Stadt gesucht. Gewonnen hat der Braune Mutz, aber auch das Dreikönig wurde von Fasnächtler*innen genannt. Doch wie Pfeifer*innen und Tambour*innen einer grossen Stammclique berichtet haben, durften nach dem Cortège am Montagabend die WC-Anlagen des Edelhotels dieses Jahr nicht mehr wie gewohnt benutzen, zumindest nicht ohne Konsumation. Am Mittwoch dann wollten einige Mitglieder der selben Clique die Bar besuchen, aber auch hier wurden sie abgewiesen. Was ist da los?

Das Trois Rois bestätigt auf Anfrage, dass es Veränderungen gegeben hat. So schreibt General Manager Mark Jacob: «Während der diesjährigen Fasnacht haben wir einzelne organisatorische Anpassungen vorgenommen. So standen unsere Toilettenanlagen in dieser Zeit ausschliesslich unseren Hotelgästen sowie Restaurant- und Bargästen zur Verfügung.»

«Unsere Verbundenheit mit der Basler Fasnacht bleibt von den neuen Regelungen selbstverständlich unberührt.»
Mark Jacob, General Manager des Hotels Dreikönig

Der Hintergrund dieser Entscheidung: «In den vergangenen Jahren ist es während der Fasnacht wiederholt zu erheblichen Beschädigungen an unserer Infrastruktur gekommen.» Die Behebung dieser Schäden sei jeweils mit grossem Aufwand und entsprechenden Kosten verbunden gewesen. Um die Einrichtungen zu schützen und gleichzeitig einen reibungslosen Ablauf für die Gäste sicherzustellen, hat das Trois Rois diese Regelung also angepasst.

Bezüglich der Zutrittsverweigerung zur Bar schreibt General Manager Jacob: «Der Zugang  richtet sich grundsätzlich nach den verfügbaren Kapazitäten. Wenn diese ausgelastet ist, können wir aus Platz- und Sicherheitsgründen leider keine weiteren Gäste mehr einlassen.»

Keinesfalls will das Hotel Dreikönig aber als Fasnachtsmuffel dastehen und beteuert: «Die Basler Fasnacht ist für uns seit jeher ein besonderes Ereignis und ein wichtiger Teil der Basler Kultur.» Als sichtbares Zeichen dieser Verbundenheit wird die Waggis-Verkleidung der drei Könige an der Hotelfassade genannt, die seit Jahrzehnten vor der Fasnacht durchgeführt wird und für viele Fasnächtler*innen ein vertrautes Bild sein dürfte. Jacob sagt: «Unsere Verbundenheit mit der Basler Fasnacht bleibt von den neuen Regelungen selbstverständlich unberührt. Als traditionsreiches Haus am Rhein schätzen wir diese besondere Zeit in Basel sehr.»

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Valerie Zaslawski

Das ist Valerie (sie/ihr):

Nach einem ersten journalistischen Praktikum bei Onlinereports hat Valerie verschiedene Stationen bei der Neuen Zürcher Zeitung durchlaufen, zuletzt als Redaktorin im Bundeshaus in Bern. Es folgten drei Jahre der Selbständigkeit in Berlin, bevor es Valerie zurück nach Basel und direkt zu Bajour zog, wo sie nun im Politikressort tätig ist.

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