Am Mittwuch

Was hesch derbyy?

Heute haben die Fasnächtler*innen neben Trommel und Piccolo auch Kabelbinder, Schnupftabak und Kopfschmerztabletten im Gepäck. Zum Endspurt herrscht auf der Gasse vor allem gute Laune, wie unsere Umfrage zeigt.

Fasnacht
(Bild: Valerie Wendenburg)

Beat und Philippe, Seibi

Wir haben sehr viel Durst dabei. Und vor allem viel Durchhaltevermögen bis zum Endspurt. Ansonsten natürlich Trommel, die Larve und natürlich Freude. Für den letzten Tag geben wir nochmals Vollgas. Eine Sonnenbrille, die braucht es heute auch, Sonnencreme unter der Larve eher weniger. Die Fasnacht bisher war der Hammer. Wir haben unglaublich viele Zivilisten gesehen, gerade gestern war es unglaublich voll.

Fasnacht
(Bild: Freda Kalthoff)

Natalie, Verschnuuffer

Ich habe so wenig wie möglich dabei, weil wir mit der Clique Fellhosen am Cortège tragen, die ultraheiss sind. Eine Sonnenbrille packe ich nachher vielleicht noch ein und das Portemonnaie natürlich. Im Gepäck habe ich aber immer Sicherheitsnadeln, und meine Kollegin hat Kabelbinder dabei, falls der Helm kaputt geht. So sind wir gut gewappnet für den Tag.

Fasnacht
(Bild: Freda Kalthoff)

Peter, allein als Biene unterwegs

Ich habe meine Piccolo und meine Tabakpfeife dabei. Geld und Handy natürlich auch. Ich wohne in der Stadt und kann sonst auch mal heimgehen, wenn ich was vergessen habe, das ist praktisch. Aber ich brauche nicht viel, am wichtigsten ist heute mein Kostüm und das Piccolo.

Fasnacht
(Bild: Freda Kalthoff)

Amanda und Eugen, Schnooggekerzli

Wir haben natürlich die Piccolos im Gepäck und Schnupftabak, der ist wichtig. Sonst eigentlich nichts – ausser Bargeld. Kopfwehtabletten haben wir dabei und alles andere, was man so im Sack hat, wie das Portemonnaie. Getränke nehmen wir nicht mit, die konsumieren wir an den Ständen in der Stadt. Essen auch nicht, da gehen wir zusammen ins Restaurant.

Fasnacht
(Bild: Freda Kalthoff)

Richie, mit seiner Frau in der Brötlibar

Ich habe eine Jacke für heute Nacht dabei, vier Schöttli und einen Haufen Geld. Meine Frau und ich wohnen in Basel, sind aber während der Fasnacht immer in Basel im Hotel. Denn daheim läuft nichts, das ist langweilig. In der Stadt höre ich immer Trommeln, Pfeifen und so sind wir voll dabei während 72 Stunden. Wir machen als Basler Ferien in Basel. Das gehört sich für uns so. Wir haben noch Lippencrème dabei und natürlich den Hotelschlüssel. Aber den hat sicherheitshalber meine Frau.

Fasnacht
(Bild: Freda Kalthoff)

Kurt mit Sohn Vicki, Spezi

Wir haben so wenig wie möglich dabei. Einen Pulli, für den Abend, falls es kalt wird, was wir eher nicht glauben. Dann noch meine Trommel und Schlegel und sonst eigentlich nichts. Das Portemonnaie natürlich, das ist das Wichtigste. Wir sind ein bisschen früh dran heute, gehen jetzt noch was essen und dann zum Sammelpunkt für den Cortège.

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Mitarbeit: Freda Kalthoff

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Valerie Wendenburg

Nach dem Studium, freier Mitarbeit bei der Berliner Morgenpost und einem Radio-Volontariat hat es Valerie 2002 nach Basel gezogen. Sie schreibt seit fast 20 Jahren für das Jüdische Wochenmagazin tachles und hat zwischenzeitlich einen Abstecher in die Kommunikation zur Gemeinde Bottmingen und terre des hommes schweiz gemacht. Aus Liebe zum Journalismus ist sie voll in die Branche zurückgekehrt und seit September 2023 Redaktorin bei Bajour. Im Basel Briefing sorgt sie mit ihrem «Buchclübli mit Vali» dafür, dass der Community (und ihr selbst) der Lesestoff nicht ausgeht.

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