2025-28-10 Frage des Tages Herzstück

Herzstück ohne Mitte: Lohnt sich das?

Die Regierungen von Basel-Stadt und Baselland vollziehen bei den S-Bahn-Plänen eine grundlegende Kehrtwende. Um beim Bund überhaupt noch berücksichtigt zu werden, schlagen die zuständigen Regierungsrät*innen Esther Keller und Isaac Reber dem Bundesrat eine stark abgespeckte Variante des Herzstücks vor. Statt eines umfassenden Ausbaus mit Innenstadt-Haltestelle und Verzweigungen, soll es eine reine S-Bahn-Durchmesserlinie vom Bahnhof SBB zum Badischen Bahnhof geben. Kostenrahmen neu: 5 bis 7 Milliarden Franken statt rund 14 Milliarden. Zentral dabei: Die geplante Station Basel Mitte fällt vollständig weg. Damit verschwindet das bisherige Kernstück des Projekts, das die Innenstadt direkt an die S-Bahn anbinden sollte. Auch weitere Elemente werden gestrichen, darunter Abzweigungen Richtung Frankreich. Auslöser ist der Weidmann-Bericht und die klare Haltung von Bund und SBB, wonach das ursprüngliche Herzstück zu teuer, zu komplex und erst weit nach 2050 realisierbar wäre.

945 Stimmen
Valerie Wendenburg
Valerie Wendenburg
Moderation
Top antworten
B. Brunner
19. Dezember 2025 um 10:53

bitte, bitte ein durchdachtes Gesamtkonzept und kein Flickteppich

Mir fehlt in Basel (& über die Ränder hinaus) ein cooles Gesamtkonzept wie es in etlichen Schweizer und Europäischen Städten vorhanden ist. Ein Gesamtkonzept für ÖV, Velos, mot. Verkehr, FussgängerInnen, AnwohnerInnen und Gewerbe. Erst dann macht es Sinn Etappen anzugehen. Das bringt allen Vorteile und ist effektiver und effizienter. Endlich mal ein Gesamtkonzept bitte.

Claus Mayer
19. Dezember 2025 um 06:15

Endlich Vernunft

Das Herzstück war überdimensioniert vom Kosten-Nutzenverhältnis. Wozu braucht man in Basel am Marktplatz eine S-Bahn-Station? Das Tram fährt alle 2 bis 3 Minuten vom Bahnhof zum Marktplatz. Die Durchmesserlinie bietet nun die Möglichkeit, die S-Bahnlinien durchzubinden und auf die Spitzkehren in den beiden Bahnhöfen zu verzichten. Damit wird der Verkehr schneller und auch für die SBB einfacher. Schade ist es, dass der Abzweig zum Flughafen wegfällt, aber den kann man auch ab der Elsässerbahn bauen oder eben auch hier endlich den Abzweig vom Tram 3 bauen.

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Esther Sackmann Rageth
Pens.

Ok

Umsetzbares tun und der Rest kann später konkretisiert werden!

Thomas Mangold
Informatiker

Basel ist eine Tramstadt

Hört endlich auf von diesem Herzstück zu träumen und macht ein Verkehrskonzept, wie das Tram mit der S-Bahn verbunden wird. Nämlich mit kurzen Gehwegen wie im Dreispitz. Um mehr solche Übergangspunkte zu erhalten, schliesst den S-Bahnring zwischen St-Louis und Weil, wie es bis zum 1. Weltkrieg der Fall war. Um die Innerstadt zu entlasten, kann statt dem Herzstück ein Tramtunnel gebohrt werden. Ist billiger, da ein kleineres Profil und grõssere Steigungen möglich sind. Brüssel hat das übrigens vorgemacht. Das braucht aber ein Konzept. Da müssen die Tramrampen bei der Sanierung Aeschenplatz eingeplant werden.

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Felix Güthe
Technologieentwickler

Endlich ein realistischer Plan

Das macht doch langsam Sinn. Das Herzstück war zu gross und spät. Bloss frag ich mich, warum das erst durchdringt, wenn ein ETH-Professor das aus den Akten liest. Jetzt müssen wir noch die Trams in der Innenstadt optimieren.

Nino Kuenzli
Pensioniert

7 min Basel SBB – Basel Bad Bhf sind kurz genug

Schon heute sind die zwei Bahnhöfe nur 7 Minuten Distanz. Wozu noch schneller?

Elliot
19. Dezember 2025 um 10:22

Fernverkehr?

Damit Basel Internationalen Personenverkehr inkl. Fernverkehr nicht links liegen bleibt müssen m. E. nach die Möglichkeit geschaffen werden, dass die ICE und EC-Züge ohne Richtungswechsel von CH nach D durchfahren können. Das wäre eine markante Beschleunigung.

Ueli
19. Dezember 2025 um 15:49

Verkehrsplanung als Zukunftsmusik

Im aktuellen Wissenschaftsbericht der R. Geigy-Stiftung steht: «Wenn urbane Räume widerstandsfähiger, gerechter und gesünder werden sollen, braucht es dafür eine breite demokratische Mitbestimmung – und das Zusammenspiel von Architektur, Politik, Public Health und den Menschen, die diese Städte bewohnen.» Solches im Dreiland am Oberrhein beispielsweise betreffend Verkehr grenzüberschreitend zu bewerkstelligen, ist bis jetzt eine klang- und tonlose Zukunftsmusik.

Heinz Gitz
19. Dezember 2025 um 19:26

Die Stadion Mitte als Rettungszugang

Die Stadion Mitte am Standort Alte Hauptpost, mal erst nur als Rettungszugang Bauen, später kann man immer noch zur einer vollwertige Stadion ausbauen bei bedarf, nur so kommt man auch Sicher zum Ziel. Dann auch unbedingt die beiden Tram Stationen Barfüsserplatz, Marktplatz auf heben und zur Alter Hauptpost Mitte verlegen bessere Verknüpfung von Tram S-Bahn.

Daniel Wiener
22. Dezember 2025 um 12:16

Klybeck ist wichtiger als Mitte

Das Fallenlassen der Station Klybeck, wo eine neue Stadt entstehen soll, ist viel gravierender als der Verzicht auf die gut erschlossene Mitte. Die Idee, an beiden Stellen, also beim Marktplatz und beim Klybeck, einen Rettungszugang zu bauen, der eine spätere Ausgestaltung als Station ermöglicht, finde ich gut.

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