Am Tag steigen die Temperaturen bis 37 Grad, in der Nacht sinken sie nicht unter 20. Die Hitze macht uns alle kirre. Früher gab es in vielen Kantonen hitzefreie Tage. Nach der Jahrtausendwende war damit aber Schluss. 2003 schuf Basel-Stadt als letzter Kanton «Hitzefrei» in den Schulen ab. Jetzt werden schweizweit Forderungen nach einer Wiedereinführung laut. Die hohen Temperaturen würden Schüler*innen und Arbeitnehmende, die draussen arbeiten müssen, beeinträchtigen. Braucht es wieder «Hitzefrei»?
Hitzefrei für …
Am Tag steigen die Temperaturen bis 37 Grad, in der Nacht sinken sie nicht unter 20. Die Hitze macht uns alle kirre. Früher gab es in vielen Kantonen hitzefreie Tage. Nach der Jahrtausendwende war damit aber Schluss. 2003 schuf Basel-Stadt als letzter Kanton «Hitzefrei» in den Schulen ab. Jetzt werden schweizweit Forderungen nach einer Wiedereinführung laut. Die hohen Temperaturen würden Schüler*innen und Arbeitnehmende, die draussen arbeiten müssen, beeinträchtigen. Braucht es wieder «Hitzefrei»?
Die bauarbeiter.. finde es krass bei solchen tempeaturen auch noch strassen zu teeren z.b.. oder auch die schweisser/glas bläser.. draussen neh hitze und drinnen da kann man sich niergends ein wenig abkühlen.. auch schul klassen sollten diese möglichkeit haben oder das bei solchen tempraturen die lehrer zusammen schliessen und mit den kids in den wald oder zum schwimmen gehen
Es braucht eine Obergrenze
Extreme Hitze gefährdet die Gesundheit der Bauarbeiter, die draussen körperlich anstrengende Arbeit verrichten müssen. Es braucht jetzt endlich eine verbindliche Obergrenze, ab wann die Arbeit zum Schutz der Gesundheit eingestellt werden muss.
Früher Baustart
Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter sind Frühaufsteher. Erst recht im Sommer. Wenn die Wetterprognose 30 Grad und mehr ankündigt, ist man auf der Baustelle froh um jeden Arbeitsschritt, der vor dem heissen Nachmittag erledigt werden kann. Bei 20 Grad und einer frischen Morgenbrise arbeitet es sich leichter als am späten Nachmittag bei über 30 Grad. Vor allem kleinere Städte wie Thun und Landgemeinden erlauben Bauarbeiten ab 6.00 Uhr. Dagegen sind Bauarbeiten in Basel erst ab 7 Uhr erlaubt. Wir würden uns wünschen, wenn auch in Basel Politik und Bevölkerung einen frühen Baustart bei 20 Grad erlauben.
Fürsorgepflicht
Der Arbeitgeber hat im Rahmen seiner Fürsorgepflicht bei hohen Temperaturen am Arbeitsplatz zumutbare Massnahmen zum Schutz seiner Angestellten einzuleiten. Die erforderlichen Massnahmen hängen sehr von der Art der Arbeit und der Exposition des Angestellten ab. Es sollen auf jeden Fall ausreichend Getränke angeboten und – bspw. bei Arbeiten im Freien – zusätzliche kurze Pausen am Schatten ermöglicht werden. Die Arbeitszeit kann in solchen Fällen auf den frühen Morgen vorverschoben oder es kann auf die Verrichtung von nicht unbedingt erforderlichen Arbeiten bei grosser Hitze verzichtet werden.
Auch Arbeitnehmer können zur Verbesserung ihrer Situation beitragen, bspw. mit leichter atmungsaktiver Kleidung, ausreichend Trinken, mal ein kaltes Fussbad oder eine Sprühflasche und letztlich auch mit leichten Mahlzeiten
Ein eigentliches «Hitzefrei» gibt es in der Schweiz aber nicht. Die einzigen Personen, die in der Schweiz ein Anrecht auf eine Art Hitzefrei haben, sind gemäss der Mutterschutzverordnung (Art. 8 ) schwangere und stillende Arbeitnehmerinnen. Dies gilt jedoch erst ab 28°C am Arbeitsplatz.
Es besteht Handlungsbedarf
Früher hatten wir an den Schulen «Hitzeferien». Weil wir nicht nur einen Bildungs-, sondern auch einen Betreuungsauftrags leisten, gibt es diese heute folgerichtig nicht mehr. Die Diskussionen um den verantwortungsbewussten Gesundheitsschutz zugunsten der Schüler*innen sowie des Schulpersonals entfachen sich aber jedes Jahr aufs Neue, wenn es sich in den Unterrichtsstuben wie jetzt gerade wieder heiss und schwül wie in einer Sauna anfühlt. Das ist für mich ein klares Zeichen dafür, dass hier noch viel Unbehagen und darum erhöhter Handlungsbedarf besteht.
Hitzefrei muss Politik diskutieren
Um hitzefreie Tage einzuführen fehlt die gesetzliche Grundlage. Die Suva macht keine Gesetzte, eine solche Frage müsste von der Politik diskutiert werden. Ganz grundsätzlich sind wir der Meinung, dass die zahlreichen Schutzmassnahmen, wie beispielsweise regelmässig ausreichend Wasser zu trinken, mehrere kurze Pausen an beschatteten und kühlen Orten zu machen sowie die körperlich schweren Arbeiten in die kühleren Morgenstunden zu verlegen, es möglich machen, dass Personen, die im Freien arbeiten, auch an Hitzetagen sicher und gesund arbeiten können.
Vorsorge
Wichtig ist es, regelmässig und genügend zu trinken und die Aktivitäten der Hitze anzupassen. Dies gilt für alle.
Verhältnismässigkeit
Hitzefrei für "alle" ist übertrieben. Wer in einem klimatisierten Büro sitzt braucht kein Hitzefrei.
Alle die der Hitze nicht entfliehen können, sollten aber von so einen Konzept profitieren dürfen.
Für Schulen wären auch Klimaanlagen ein Thema. Einige Gymnasien/ höheren Schulene besitzen welche. Auf der Primarschule habe ich es noch nie gesehen. Wir Lehrpersonen leiden genau so bei 35 Grad Innentepmeratur!
Hitzefrei ist keine Lösung
Ich denke, weil sich das Klima weiterhin verändern wird, müssen wir uns mit dem Thema auseinandersetzen. Hitzefrei kann dafür aber nicht die Lösung sein. Wir müssen schauen, ob wir eventuell die Arbeitszeiten neu organisieren könnten – ich denke hierbei an das Siesta-Konzept. Die Hitzephasen werden immer länger und nicht kürzer.
meine tochter kommt trotz den 3 kleinen klimaanlagen die ich der klasse zurverfügung stelle nass geschwitzt nach hause. Wie sollen sie so konzentriert lernen? Hab der klasse jetzt noch einen ventilator besorgt. Die lehrer müssen diese dinge sonst aus eigener tasche bezahlen. Zum glück sollen alle schulgebäude nach und nach mit klimaanlagen ausgestattetet werden.