Podcast – FRIDA trifft

Luciano Fasciati – Wieso kannst Du so gut loslassen?

Für die 21. Folge von «FRIDA trifft» haben Mathias Balzer und Helena Krauser Luciano Fasciati in Chur besucht. Der Kurator hat in den letzten 35 Jahren die Graubündner Kunstszene geprägt wie kaum ein anderer. Nun gibt er seine Galerie in Chur auf. Zeit für ein ausführliches Gespräch.

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Luciano Fasciati schliesst nach 35 Jahren seine Galerie in Chur. (Bild: Avi Sliman)

Lokal in Graubünden verankert und national bestens vernetzt, hat Luciano Fasciati drei Jahrzehnte lang wichtige Impulse in seiner Heimat gesetzt. Als Galerist mit einem Programm, das eben gerade nicht einer klassischen Galerie entspricht.

Als Kurator mit verschiedenen Projekten im öffentlichen Raum wie Art Public Chur, der Gründung der Biennale Arte Bregaglia, der Erfindung der Sala Viaggiatori in Castasegna oder als Impulsgeber für den biennalen Kunstanlass Aux Losanges in Tschiertschen.

Zudem haben der umtriebige Organisator und seine Mitstreiter*innen in Chur wichtige kreative Freiräume erschlossen, wie das Areal der alten Tony Molkerei oder das Gast- und Kulturhaus Marsoel.

Fasciati erzählt, wie er dazu gekommen ist, 1991 «völlig naiv» und als Quereinsteiger eine Galerie in Chur zu gründen und diese – gegen alle Widerstände – über Jahre zu behaupten. Und er führt aus, warum er nun, nach 35 Jahren aufhört und warum Galerien wie seine mittlerweile Auslaufmodelle sind. Er sagt aber auch klar, ihn habe der Inhalt der Kunst immer viel mehr interessiert als der kommerzielle Aspekt.

Der Galerist und Kurator war über all diese Jahre für zahlreiche Künstler*innen ein wichtiger Mentor. «Kunst machen oder Kunst zeigen sind eben zwei völlig verschiedene Dinge.» Warum er seiner Heimat zeitlebens treu geblieben ist, was es braucht, um in der Peripherie Kunstprojekte nachhaltig aufzubauen und was seine Zukunftspläne sind, erzählt er im Podcast.

Die Angaben zum Grande Finale in der Galerie und zu allen weiteren Kunstanlässen von Luciano Fasciati finden sich hier.

FRIDA trifft Cover
FRIDA Trifft – Der Kulturpodcast

«FRIDA trifft» ist der neue Interviewpodcast der Schweizer Kulturszene, eine Koproduktion von FRIDA und dem Basler Stadtmagazin «Bajour». Mathias Balzer und Helena Krauser treffen die spannendsten Kulturschaffenden des Landes und befragen sie zu ihren Ideen, Träumen, Ängsten und natürlich auch zu ihrem kulturellen Schaffen. Der Titel ist Programm: Wir wollen den Punkt treffen, den Punkt, an dem das Herz unserer Gäste schlägt und manchmal vielleicht auch den wunden Punkt. «FRIDA trifft» macht hörbar, was die Schweizer Kulturlandschaft bewegt.

Jeden Monat erscheint eine neue Folge.

Hier geht es zum  Podcast auf SpotifyDeezer, Apple Podcast und Podimo.

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Das ist Helena (sie/ihr): Helena hat Kultur studiert, um über Kultur zu schreiben, während dem Studium aber in so vielen lokalen Redaktionen gearbeitet, dass sie sich in den Lokaljournalismus verliebt und die Kultur links liegen gelassen hat. Nach Bachelor und Praktika startete sie den zweiten Anlauf zur Versöhnung mit der Kunst, ein Master in Kulturpublizistik sollte es richten. Dann kam das Leben (Kinder, Festanstellung bei der bz) dazwischen. Finally beim FRIDA Magazin gab’s dann kurz richtig viel Kultur und die Entdeckung, dass mehr eben doch besser ist. Deshalb macht sie bei Bajour jetzt beides.

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