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Velostadt

Bern überholt Basel

Bern verweist Basel von Platz zwei auf drei. Zu Besorgnis Anlass geben in Basel-Stadt die Unfallzahlen.

05/11/22, 07:44 AM

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In Basel-Stadt hat sich laut Bericht die Zahl der Velounfälle seit 2012 verdoppelt.

In Basel-Stadt hat sich laut Bericht die Zahl der Velounfälle seit 2012 verdoppelt.

Die Organisation Pro Velo hat Velofahrende zum fünften Mal befragt, wie sicher sie sich in ihrer Stadt oder Gemeinde fühlen und wie gut sie die Veloinfrastruktur bewerten. Basel landet in der Kategorie «Grossstadt» hinter Winterthur und Bern auf dem dritten Platz und wurde somit im Vergleich zur letzten Befragung von Bern überholt. Die Berner Velo-Offensive, zeige damit ihre Wirkung, schreibt Pro Velo beider Basel in einer Medienmitteilung. Bis ins Jahr 2030 will die Stadt Bern 70 Millionen Franken in die Veloinfrastruktur investieren. 

Deutlich negativ bewertet sei die Verkehrsführung bei Baustellen und – wenig überraschend – die Kaphaltestellen, so Pro Velo. Mit der «Initiative für sichere Velorouten» müsse Basel jetzt nachziehen. Das Ziel: Ein lückenloses Netz an Velowegen in Basel-Stadt bis 2035. Dafür sollen jährlich fünf Millionen ausgegeben werden. Das Bau- und Verkehrsdepartement will die Initiative nicht kommentieren – mit dem Hinweis, dass der politische Prozess erst eben begonnen hat. 

Das Departement bedauere natürlich sehr, dass Basel gegenüber der letzten Umfrage einen Platz eingebüsst hat, erfreulich sei jedoch, dass sich Basel in den Top 3 der Schweizer Grossstädte positionieren konnte.  «Das motiviert uns, die Velomassnahmen weiter voranzutreiben.» Basel sei bereits sehr aktiv und beteilige sich immer wieder an Pilotprojekten (z.B. Velostrassen) oder führe diese eigenständig durch (Rechtsabbiegen bei Rot für Velofahrende).

Ziel ist und bleibe, dass Velofahrende in Basel auf durchgehende, sichere und attraktive Verbindungen zählen können – so will es auch der behördenverbindliche Teilrichtplan Velo. Weitere Massnahmen hierfür würden zu gegebener Zeit kommuniziert.

Die Umfrage hat ergeben, dass es schweizweit mit der Sicherheit (Note 3,4, bei einer theoretischen Bestnote 6) nicht gut bestellt ist. In Basel-Stadt hat sich seit 2012 die Zahl der Velounfälle verdoppelt, heisst es im Dossier zur Basler Veloinitative. Im Jahr 2020 gab es 50 Velounfälle mit schweren Verletzungen. Jahr für Jahr werden zudem ein bis zwei Velofahrende von Autos tödlich verletzt.

Region hält sich gut

Die baselnahen Gemeinden kamen im schweizweiten Ranking recht gut weg. Immerhin schafften es sechs grössere Ortschaften (Muttenz, Riehen, Reinach, Münchenstein, Binningen und Birsfelden) unter die zehn bestplatzierten Gemeinden der Schweiz. Muttenz schaffte es auf Platz drei nach Burgdorf und Zuchwil.

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