Party im Gewölbekeller

Die Fasnacht kehrt in den Sperber-Keller zurück

Während der drey scheenschte Dääg wird im Keller des ehemaligen Hotel Basel wieder gefeiert: Die Tamburen-Gruppe PISDIG organisiert dort gemeinsam mit dem Pop-up-Weinbistro Cork & Fork Partys unter dem Namen «dr Stolle».

Fasnachts Stollen
Der Tambur von den PISDIG im traditionsreichen Gewölbekeller. (Bild: Dominik Asche)

An der Fasnacht soll im ehemaligen Sperber-Keller wieder gefeiert werden. Die Tamburen-Gruppe PISDIG plant dort eine Fasnachtsparty. Seit Tagen wurde die Veranstaltung unter dem Namen «dr Stolle» in sozialen Medien angeteasert. Geheimgehalten wurde, wo die Party stattfinden soll. Nun ist klar, dass im traditionsreichen Keller beim früheren Restaurant Sperber im Gebäude des Hotel Basel gefeiert wird.  

Die Tamburen-Gruppe läutet mit «dr Stolle» schonmal die Feierlichkeiten für ihr 25-Jahr-Jubiläum ein, das 2027 stattfinden wird. Sie hat sich als Zyschtigsgruppe zusammengefunden. PISDIG steht für «Pfyffe isch Silber, Drummle isch Gold!».

Die Wiederbelebung des Sperber-Kellers startet am 21. Februar mit einer Vernissage samt Musik und Schnitzelbangg. Zutritt zu den Partys im historischen Gewölbekeller unter dem Restaurant Sperber und Hotel Basel hat während der Fasnacht ganz nach dem Motto «von Fasnächtler*innen für Fasnächtler*innen» nur, wer kostümiert kommt. Sicher ist bereits, dass die Partyband «Flugmodus» und einige DJs für Stimmung sorgen werden. Geöffnet ist «dr Stolle» an allen drei Fasnachtstagen ab 20 Uhr. 

Die Tamburen-Gruppe PISDIG organisiert das Pop-Up-Fest gemeinsam mit dem Weinbistro Cork & Fork, das temporär bis voraussichtlich September 2026 in der ehemaligen Brasserie Steiger Gäste bewirtet.

Fasnachts Stollen
In den Keller kommt man via Haupteingang. (Bild: Dominik Asche)

Das Gebäude des Hotel Basel hat viel symbolische Bedeutung für Basel. Mitunter wird vom «Traditionshaus» gesprochen, obwohl die Geschichte der heutigen Liegenschaft eigentlich relativ jung ist, wie die BaZ detailreich aufzeigte.  

Das Hotel entstand erst 1975 nach Abrissen älterer Altstadthäuser. Trotzdem entwickelte es sich rasch zu einem gesellschaftlichen Zentrum mit Hotel, Restaurant, Veranstaltungen und dem beliebten Fasnachtskeller. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten und der Coronapandemie wurde der Betrieb des Hotel Basel 2023 eingestellt.

Seit 2024 nutzt die Self-Check-in-Hotelkette Limehome die oberen Stockwerke. Ihr Konzept kombiniert standardisierte Zimmer mit Online-Check-in und reduziertem Personal.

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Dominik Asche machte eine Lehre bei Radio X in Basel. Als Digital Produzent baute er in verschiedenen Unternehmen Social Media Accounts mit auf. Die Ausbildung zum Pressefotografen am MAZ brachten ihn zurück in den Journalismus. Als Multimedia Journalist zu Bajour.

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