Elys Boulderloft in neuen Händen
Vier der fünf Gründer der Kletterhalle im Elys haben ihre Anteile verkauft. Neu steigt Kultkino-Co-Geschäftsleiter Tobias Faust ein und kündigt Expansionspläne an.
Auf den Punkt:
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Vor rund fünf Jahren haben fünf Männer im Norden von Basel auf dem Entwicklungsareal Volta Nord die Boulderhalle Elys eröffnet. Zusätzlich zu den Kletterwänden entstand eine Bewegungslandschaft für Kinder, die vor allem bei Regenwetter sehr gut besucht ist, und ein Bistro, das mit seinen Holzmöbeln und exotischen Grünpflanzen an einen Co-Woringkspace in südostasiatischen Backpacker-Destinationen erinnert.
Das Geschäft läuft gut, die Bewegungslandschaft ist so beliebt, dass das Team eine Maximalgrenze einrichten musste – und dennoch gibt es nun grosse Veränderungen in der Leitung. Vier der fünf Gründer haben ihre Anteile verkauft, einzig Oliver Zgorelec bleibt weiterhin im Boulderloft. «Wir verfolgen verschiedene Interessen und haben uns ausseinandergelebt», sagt er gegenüber Bajour. Nach der Anfangseuphorie sei der Tatendrang etwas ins Stocken geraten, weshalb man sich entschieden habe, getrennte Wege zu gehen.
Ganz alleine wird Zgorelec das Elys Boulderloft aber nicht weiterführen. Neu dabei ist der Co-Geschäftsleiter des Kultkinos Tobias Faust, der bis 2015 Geschäftsleiter der Tageswoche war. Die beiden kennen sich bereits seit ihrer Schulzeit. Nach der bisherigen kollektiven Geschäftsleitung soll neu der operative Betrieb von Veronique Ringwald geführt werden. Oliver Zgorelec und Tobias Faust werden die strategischen Geschäfte als Verwaltungsrat leiten.
Weitere Boulderlofts geplant
Nachdem Zgorelec ihm erzählte, wie die Situation im Boulderloft ist, habe Faust sein Interesse daran geäussert, sich zu beteiligen. Boulderer sei er zwar nicht, erzählt Faust, aber seine unternehmerische Expertise bringe er gerne mit ein.
Diese Expertise soll schon bald Früchte hervorbringen. Faust und Zgorelec wollen die neuen Synergien nutzen und berichten von Tatendrang und grossen Projekten. «Sagen wir es so, in ein paar wenigen Jahren wird es sicherlich mehrere solche Boulderhallen wie das Elys Boulderloft in Basel geben und wir hoffen sehr, dass einige davon unsere sein werden», sagt Faust. Konkret schwebt ihnen das Dreispitzareal als Standort für ein neues Projekt vor, die Gespräche mit der CMS laufen bereits.
Wichtig ist Zgorelec und Faust, dass die Boulderhallen jeweils nicht nur zum Klettern da sind, sondern auch zum Treffen, Arbeiten und Toben und künftig vielleicht auch, um Klettern als Therapie anzuwenden, berichten sie. Dafür sollen die Angebote vielseitig ausgebaut werden, sei es mit einem Mittagstisch, weiteren Fitnessangeboten oder Räumen für Meditationen.