In eigener Sache: Roland Schmid für World Press Photo Award nominiert

Als vergangenes Jahr niemand so einfach reisen konnte, begannen schwere Zeiten für Liebespaare, die durch die geschlossenen Grenzen getrennt wurden. Sie trafen sich trotzdem. Der Basler Fotograf Roland Schmid, regelmässig für Bajour im Einsatz, hielt die Begegnungen fest. Wir zeigen die nominierte Serie.

Liebe Corona Grenze
Ein Pärchen trifft sich an der Schweizerisch-Deutschen Grenzen am Lettackerweg in Riehen (aufgenommen am 25. April 2020). (Quelle: Roland Schmid)
Roland Schmid
Küsse übern Grenzzaun

«Cross-Border Love» oder «Grenzenlose Liebe», so heisst das Foto-Projekt von Roland Schmid. Der Basler Fotograf, der auch schon für Bajour mehrfach im Einsatz gewesen ist, hat 2020 festgehalten, wie sich Liebespaare und Freund*innen an den Grenzen zur Schweiz trafen. Mitten in der Pandemie, als das Reisen in die Nachbarländer unmöglich war. Die Schweiz hielt ihre Grenzen vom 16. März bis zum 15. Juni 2020 geschlossen. Zäune, Absperrband, Barrikaden – all das konnte die Menschen, die Schmid ablichtete, nicht aufhalten. Sie mussten sich sehen, miteinander reden oder sich küssen.

Für seine Arbeit wurde der Basler Fotograf jetzt für den World Press Photo Award nominiert. Der Preis gilt der wohl renommierteste in der Welt des Fotojournalismus. Alleine eine Nominierung ist eine grosse Ehre. Wir freuen uns sehr für Roland und zeigen hier seine Fotos, mit der er die Jury – völlig zurecht – beeindruckt hat.

Schon letztes Jahr räumte eine Baslerin einen bedeutenden Fotopreis ab: Eleni Kougionis, die ebenfalls für Bajour fotografiert, gewann den Swiss Press Photo Award.

Liebe Corona Grenze
Love is still fresh: Katarina aus Frauenfeld in der Schweiz trifft ihren deutschen Freund Ivo aus Konstanz. Sie treffen sich an der Grenze in Kreuzlingen für einen Kuss (aufgenommen am 30. März 2020). (Quelle: Roland Schmid)
Liebe Corona Grenze
Wahre Freund*innen kann nichts trennen. Das Absperrband wird ausgeblendet. (Quelle: Roland Schmid)
Liebe Corona Grenze
Damit sich Liebespaare nicht zu nahe kommen, hat das Schweizer Wachpersonal an der Grenze zwischen Kreuzlingen und Konstanz Barrikaden aufgestellt. Das hält die Verliebten nicht auf, sich trotzdem am Zaun zu treffen (aufgenommen am 4. April 2020). (Quelle: Roland Schmid)
Liebe Corona Grenze
Riehen, an der Grenze zu Deutschland. Hier treffen sich Freund*innen und Liebespaare. Immer wieder fliegen Helikopter vorbei, die aus der Luft kontrollieren, ob die Regeln eingehalten werden (aufgenommen am 25. April 2020). (Quelle: Roland Schmid)
Liebe Corona Grenze
Josephina aus Arbon (Schweiz) und Josef aus Singen am Hohentwiel (Deutschland) sind seit 30 Jahren ein Paar. Während die Grenzen geschlossen sind, treffen sie sich dreimal die Woche am Übergang zwischen Kreuzlingen und Konstanz – um sich wenigstens anschauen zu können (aufgenommen am 30. März 2020). (Quelle: Roland Schmid)
Liebe Corona Grenze
Die Baslerin Sabrina trifft ihren Freund Davor zu einem Picknick. «Schau, wir haben die Grenze sogar auf unserer Decke markiert», sagt sie zu Roland Schmid, als er sie fotografiert. Genau unter dem Absperrband verläuft eine schwarze Linie, die die Decke in zwei Hälften teilt. Davor ist extra aus Wiesbaden an die Grenze in Riehen gekommen. Dreieinhalb Stunden Fahrt, um seine Freundin zu sehen. Schon am Abend muss er zurückfahren (aufgenommen am 25. April 2020). (Quelle: Roland Schmid)
Liebe Corona Grenze
Leonie (im weissen Top) steht in Kreuzlingen auf der Schweizer Seite der Grenze. Sie spricht mit ihrer Freundin Janina, die auf der deutschen Seite lebt (aufgenommen am 4. April 2020). (Quelle: Roland Schmid)
Liebe Corona Grenze
Auch Familien wurden durch die Grenzschliessungen getrennt. Hier trifft sich eine Familie in Riehen. Zwischen ihnen das Absperrband (aufgenommen am 25. April 2020). (Quelle: Roland Schmid)
Liebe Corona Grenze
Die drei Freunde Sergio, Sami and David treffen sich zum ersten Mal seit dem Ausbruch der Pandemie. Treffpunkt: eine sonnige Wiese auf der Bischoffhöhe in der Nähe von Riehen – geteilt in deutsche und schweizerische Seite (aufgenommen am 25. April 2020). (Quelle: Roland Schmid)

Basel Briefing

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