Sabine Bucher im Interview

«Es war eine lehrreiche Zeit»

Es hat nicht gereicht. Der Angriff der GLP auf den FDP-Sitz in der Baselbieter Regierung ist gescheitert. Sabine Bucher unterliegt Markus Eigenmann im zweiten Wahlgang. Trotzdem ist sie stolz auf die geholten Stimmen.

Sabine Bucher - zweiter Wahlgang Wahlen Regierung Baselland 2025
Sabine Bucher holte rund 27'000 Stimmen. (Bild: Ernst Field)

Sabine Bucher, Sie haben die Wahl verpasst. Wie geht es Ihnen?

Mir geht es gut. Ich war nicht so nervös, wie ich gedacht habe. Die Stimmen waren relativ schnell ausgezählt. Es ist erstaunlich, wie schnell die Wahlbüros in den Gemeinden arbeiten. Es war von Anfang an klar, dass es eine grosse Herausforderung wird, dass wir eine Chance haben. Das Ergebnis zeigt das nun auch. Wir sind stolz auf diese 27'000 Stimmen, die ich gemacht habe. Jetzt bleibt mir nur noch, Markus Eigenmann zur Wahl zu gratulieren und ihm Erfolg, Geduld und Zuversicht für sein neues Amt zu wünschen.

Sind Sie überrascht vom Ergebnis?

Nein. Man konnte abschätzen, dass es einigermassen knapp sein wird und das ist es aus unserer Sicht auch worden. Man kann es ja nicht genauer sagen. Überrascht wird man, wenn man klarere Vorstellungen hat und das hatten wir nicht. Wir haben einen guten Wahlkampf gemacht. Ich hatte ein grossartiges Team hinter mir und wir haben als kleine Partei doch viel geleistet.

Sie finden also nicht, dass die SP zu wenig mobilisiert hat?

Das kann ich nicht sagen. Die SP hat in jenen Gemeinden, in denen ich mit ihnen unterwegs war, sehr viel gemacht. Sie haben viele Leserbriefe geschrieben und in den Sozialen Medien auch mobilisiert. Ich sage gar nicht, dass es an der SP gelegen hätte.

Im Oberbaselbiet ist Ihr Ergebnis hinter den Erwartungen geblieben. Haben Sie sich für den zweiten Wahlgang zu fest aufs Unterbaselbiet konzentriert?

Es ist lustig, dass Sie von Erwartungen sprechen. Welche Erwartungen? Ich weiss nicht genau, welche Erwartungen Sie dort hatten.

Wie wird es nun für Sie weitergehen?

Wir feiern jetzt trotzdem und stossen gemeinsam auf das gute Ergebnis an, so dass ich den Leuten auch Danke sagen kann für die grosse Unterstützung, die ich bekommen habe. Es war meine erste Regierungsratswahl und eine sehr lehrreiche Zeit. Es gab viele tolle Begegnungen. Ich hatte fast 50 Flyeraktionen und war an etwa 70 Anlässen dabei. Ich hatte viele Begegnungen mit der Bevölkerung, die ich sehr wertvoll fand. Ich habe viele positive Rückmeldungen erhalten, das hat mir gut getan. Mit diesem Schwung starten wir ins nächste Jahr. Bald stehen dann auch die neuen Wahlen wieder an.

tracking pixel

Das könnte dich auch interessieren

Markus Eigenmann - zweiter Wahlgang Wahlen Regierung Baselland 2025

David Rutschmann am 30. November 2025

Die FDP kann aufatmen

Markus Eigenmann beerbt seine Parteikollegin Monica Gschwind in der Baselbieter Regierung. Die GLP und ihre linken Partnerin können sich aber keine Vorwürfe machen.

Weiterlesen
Markus Eigenmann - zweiter Wahlgang Wahlen Regierung Baselland 2025

David Rutschmann am 30. November 2025

«Ich stehe nicht für Stillstand. Im Gegenteil»

Er ist der glückliche Gewinner des zweiten Wahlgang: der neue FDP-Regierungsrat Markus Eigenmann. Im Interview spricht er über den intensiven Wahlkampf und seine Ambitionen im Bildungsbereich.

Weiterlesen
Peter Riebli - zweiter Wahlgang Wahlen Regierung Baselland 2025

David Rutschmann am 30. November 2025

«Wir werden selbstverständlich wieder antreten»

Markus Eigenmann (FDP) ist neuer Baselbieter Regierungsrat. Bereits nach dem ersten Wahlgang musste sich SVP-Kandidatin Caroline Mall geschlagen geben. SVP-Präsident Peter Riebli kündigt an, dass die SVP bei den nächsten Wahlen wieder in Angriffsmodus sein wird.

Weiterlesen
David Rutschmann

Das ist David (er/ihm):

Von Waldshut (Deutschland) den Rhein runter nach Basel treiben lassen. Used to be Journalismus-Student (ZHAW Winterthur) und Dauer-Praktikant (Lokalzeitungen am Hochrhein, taz in Berlin, Wissenschaftsmagazin higgs). Besonderes Augenmerk auf Klimapolitik, Wohnpolitik, Demopolitik und Politikpolitik. Way too many Anglizismen.

Kommentare