Wir haben es geschafft!

Im grössten Crowdsourcing der Stadt haben tausende Helfer*innen die Eigentumsinformationen sÀmtlicher 25'204 HÀuser auf dem Stadtgebiet ermittelt. Und das in Rekordzeit.

La Ola Welle
Die Bajour-Redaktion macht die La-Ola-Welle fĂŒr die Blackbox-Knacker*innen!

Heute Donnerstagmorgen um 9:42 Uhr war es so weit: Ein*e unbekannte*r Helfer*in hat die fĂŒnfunzwanzigtausendzweihundervierte Adresse ins System eingetragen. Was fĂŒr eine Leistung!

Etwas mehr als zwei Wochen vorher hat mit «Wem gehört Basel?» ein waghalsiges StĂŒck Community-Journalismus begonnen. Werden wir es schaffen, genĂŒgend Leser*innen dazu zu bringen, gemeinsam mit uns EigentĂŒmer*inneninformationen zu ermitteln und in eine Datenbank hochzuladen? Werden es einige Dutzend sein, die helfen, oder Hunderte, oder gar Tausende? Und sollen wir jetzt einfach mal «bis zur Fasnacht schaffen wir es» schreiben?

Egal und ja, nach mehreren Wochen Vorbereitung und einer grossen Portion Optimismus haben wir euch loslegen lassen und ihr habt geliefert.

Einige Zahlen, die das Ausmass des Projekts deutlich machen:

  • 7921 Menschen haben gemeinsam
  • 511 Stunden und 40 Minuten gearbeitet
  • und dabei 9,5 Gigabyte Daten in PDF-Form hochgeladen.
  • Über 400 unserer Crowdsourcer*innen haben mindestens an einem Tag
  • das volle Potenzial von 20 Abfragen ausgeschöpft und sich bei Bajour als Co-Autor*in eingetragen.

👉Hier ist die Liste.

Wordcloud wem gehört basel
Transparenz ist den Crowdsourcer*innen sehr wichtig: In der Visualisierung sind Begriffe, die hÀufig als Feedback genannt wurden, grösser dargestellt.

Und wie geht es jetzt weiter?

Die Daten sind da, aber nun steht jede Menge Arbeit an: SĂ€mtliche PDFs mĂŒssen automatisiert eingelesen und in die Datenbank eingepflegt werden. Danach gibt es mehrere Stufen der QualitĂ€tskontrolle: Stimmen die Angaben im PDF mit der Position auf der Karte ĂŒberein, gibt es Dopplungen oder fehlen gar noch EintrĂ€ge?

Zudem gleichen wir die Daten mit weiteren Datenbanken ab, etwa Informationen ĂŒber Anzahl Wohnungen und Stockwerke sowie dem Baujahr der Liegenschaften. Und mancherorts braucht es auch noch Hand- und Kopfarbeit. In welche Eigentums-Kategorie gehört die Wohnung: Privatperson, Immobilienfirma oder Pensionskasse? Und wenn Privatperson, dann weiblich oder mĂ€nnlich?

Wir gehen dabei Quartier fĂŒr Quartier vor. Was mit den Daten möglich ist, zeigen die bereits erschienenen Artikel zum St. Johann. Bereits angefangen haben wir mit einer grösseren Recherche zum Gundeli, aber wie wir genau weitermachen, das dĂŒrfen die Leser- und Helfer*innen bestimmen.

Inspiration / Projektteam

«Wem gehört Basel?» ist inspiriert vom Schwarm-Rechercheprojekt «Wem gehört die Stadt?» des Recherchezentrums Correctiv aus Deutschland. Zudem durften wir Teile des Python-Codes zur Datenauswertung von unserem Partnermedium tsri.chÂ ĂŒbernehmen – ❀ dafĂŒr.

Das Webtool, mit dem die Bajour-Crowd Besitzer*innendaten sammelt, basiert auf Open Source Code, unter anderem von vue.js / nuxt.js, express.js in Verbindung mit node.js sowie der Hosting-Magie von Netlify.

FĂŒr Bajour an der Umsetzung beteiligt waren: Angela Krenger, Romina Loliva, Manuela Paganini, Silvan Hahn, Samuel Hufschmid, das ganze Bajour-Team und ĂŒber 150 freiwillige Crowdsourcer*innen – hier findets du das ganze «Wem gehört Basel»-Team.ï»ż

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