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Kulturtipps #6

Wir feiern Schönheit in allen Formen

Ob am Wildwuchs Festival oder auf Netflix: Die neue Kulturwoche steht ganz im Zeichen der Vielfalt und der Liebe 💙💚💛💜

05/27/21, 04:00 AM

Aktualisiert 05/27/21, 04:00 AM

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Die Wetterprognose scheint – zumindest in meiner App – stĂŒndlich zu wechseln. Ich hoffe auf sonniges Wetter, denn dieses Wochenende gibt es in der Stadt auch draussen einiges zu entdecken.

Aber keine Sorge: Unter unseren Kulturtipps #6 findet sich auch was fĂŒr schlechtes Wetter und fĂŒr Daheimbleibende.

Startklar? âžĄïž Diese Woche...

... feiern wir die Vielfalt đŸŒ±

Wildwuchs Festival 2021

Im Zeichen der Inklusion und Barrierefreiheit: Das Wildwuchs Festival wird 20.

Wenn vermehrt wieder Festivals stattfinden, ist das auch ein Zeichen, dass etwas NormalitĂ€t zurĂŒckkehrt. Aber was heisst schon «normal»? Diese Frage steht beim Wildwuchs Festival im Zentrum, das die körperliche Vielfalt feiert und dieses Jahr bereits zum 20. Mal durchgefĂŒhrt wird.

Das inklusive Festival startet am 27. Mai in der Kaserne, wo wĂ€hrend den ersten drei Tagen 13 KĂŒnstler*innen mit oder ohne körperliche BeeintrĂ€chtigung verschiedene Performances, Tanz und Theater zeigen.

DarĂŒberhinaus locken in der Kaserne sowie an weiteren SpielstĂ€tten wie dem Roxy Birsfelden und dem Kaskadenkondensator Live-Auftritte von bekannten Namen:

  • Brandy Butler prĂ€sentiert ihre Tanzperformance «avoirdupois»,
  • Doris Uhlich lĂ€sst in «Habitat/pandemic version» nackte Menschen in transparenten PlastikĂŒberziehern sich umarmen,
  • Beatrice Fleischlin zeigt ihr neues TheaterstĂŒck «021-Diamonds are forever»,
  • Nina MĂŒhlemann und Edwin Ramirez zeigen eine neue Folge aus ihrer crip-queeren Veranstaltungsreihe «Criptonite».

Und nicht zuletzt kann man einige der teilnehmenden KĂŒnstler*innen sogar fĂŒr einen – Corona-konformen – Privatauftritt buchen («Wildwuchs vor der HaustĂŒre»).

Wer sich das Programm im Detail ansehen möchte, geht hier lang.

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Wildwuchs Festival 2021

27. Mai bis 6. Juni, Kaserne Basel, Roxy Birsfelden und andere Orte.

... blicken wir zurĂŒck 👒

Frauenstadtrundgang Basel – Ein Blick durch's SchlĂŒsselloch

Unter diesen HĂŒten und MĂ€nteln sollen allerlei UnverschĂ€mtheiten verborgen gelegen haben.

Und noch ein StĂŒck NormalitĂ€t: Auch der Frauenstadtrundgang kann wieder stattfinden. Los geht's am Samstag mit «Ein Blick durch's SchlĂŒsselloch», einem Kapitel aus der Basler Sex-, Sitten- und Kriminalgeschichte.

Der Rundgang, der beim Blauen Haus startet, nimmt sich den «unverschĂ€mten Töchtern» der Stadt Basel an. Gemeint damit sind laut den Initiant*innen beispielsweise Frauen, die frĂŒher ungewollt schwanger wurden.

Der Rundgang fragt auch, welche Rolle die Pille fĂŒr die weibliche Emanzipation spielte und zeigt, wie SexualitĂ€t immer wieder kriminalisiert wurde und deshalb im Verborgenen stattfinden musste.

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Frauenstadtrundgang Basel – Ein Blick durch's SchlĂŒsselloch

Samstag, 29. Mai, 14 Uhr. Treffpunkt: Blaues Haus.

... bewegen wir uns vorwĂ€rts 🎭

Performativer Spaziergang durch die Stadt

«Veduta» schickt dich auf Hinweisfang durch die Stadt. (Foto: Meret Kuendig)

Fast schon eine Synthese unserer ersten beiden Tipps bietet das Theater Basel mit «Veduta». Das ist ein Tanzstreifzug (aka ein «perfomativer Spaziergang») durch Basel, der sich unter anderem fragt, wie sich der öffentliche Raum auf unseren Körper auswirkt.

«Veduta» wurde von dem Choreographen Sebastian Matthias zusammen mit einer Gruppe von Leuten aus Basel entwickelt und funktioniert ĂŒber die Telegram-App. Jede*r von uns ist eingeladen, mitzumachen.

Das soll so funktionieren: Du bewegst dich durch die Stadt und erhĂ€lt unterwegs Hinweise in der App, wo du als nĂ€chstes hingehen muss. Unterwegs erhĂ€ltst du Fotos, Nachrichten und Videos und schickst auch welche zurĂŒck, wie bei einem Chat.

Dieser Spaziergang ist an keine feste Uhrzeit gebunden. Ab Freitagmittag kannst du mit Telegram loslegen, der Name des Chats findest du im Online-Spielplan des Theater Basel.

Und apropos: Das Theater Basel hat kĂŒrzlich sein Programm fĂŒr die kommende Spielzeit 21/22 vorgestellt, und wir sind schon voller Vorfreude! Auf die RĂŒckkehr von Christoph Marthaler («Der letzte Pfiff – ein Drehschwindel») und Anne Sophie von Otter («Eine Winterreise») etwa, oder auf die Umsetzungen von DĂŒrrenmatts «Die Physiker» und James Joyces «Ulysses».

Und damit wir nicht lange warten mĂŒssen (die Pandemie hat uns bereits ausreichend Geduld abverlangt), startet die neue Spielzeit bereits einen Monat frĂŒher als ĂŒblich, am 20. August, mit den «Extrawochen»: Da gibt's die Wiederaufnahmen bzw. VerlĂ€ngerungen von StĂŒcken wie «Metamorphosen» und «Die Zauberflöte», die wĂ€hrend der aktuellen Spielzeit auf Grund des Shutdowns nur limitiert gespielt werden konnten.

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«Veduta» – ein Tanzstreifzug durch Basel

Freitag, 28. Mai, 12 Uhr, Theater Basel.

... verlieben wir uns đŸ‘©â€â€ïžâ€đŸ‘©

Falls du mit unserem letzwöchigen Serien-Tipp, «The Underground Railroad», schon durch bist: Auf Netflix wurde gerade die dritte Staffel von «Master of None» veröffentlicht, einer meiner liebsten Netflix-Serien ĂŒberhaupt.

Falls du sie noch nicht kennst: «Master of None» ist eine herzhafte und charmante Serie ĂŒber das Leben und Lieben von Secondos in New York, aus der Feder des amerikanischen Komikers Aziz Ansari. In den ersten beiden Staffeln (Nachholen Pflicht!) spielt dieser gleich selbst die Hauptrolle, Dev, einen 30-jĂ€hrigen Schauspieler auf beruflichen und romantischen Irrwegen.

Die neue, dritte Staffel dagegen dreht sich um die Ehe von Devs bester Freundin Denise (Lena Waithe) und ihrer Frau Alicia (Naomi Acki). Die körnigen Bilder und das entschleunigte ErzĂ€hltempo unterscheiden sich deutlich von den frĂŒheren Staffeln. Doch die fĂŒnf neuen Folgen, die wie ein langer Film wirken, tragen immer noch die Ă€usserst gefĂŒhlvolle Handschrift Ansaris.

Um einen Eindruck davon zu erhalten, schaust du oben am besten in den Trailer rein.

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«Master of None», 3. Staffel

Jetzt auf Netflix.

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