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«Die linken Wähler haben Esther Keller gewählt, weil sie Heidi Mück ablehnten»

Das sagen die Nicht-Gewählten Baschi Dürr und Heidi Mück.

Baschi Dürr und Heidi Mück
(Bild: zvg)

Baschi Dürr: «Man tritt an zum Gewinnen nicht zum Verlieren»

Baschi Dürr muss den Regierungsrat verlassen. «Man tritt an zum Gewinnen nicht zum Verlieren», sagt er. Gerne hätte er sein Amt als Direktor des Justizdepartements weitergeführt, er habe seinen Job in den vergangenen acht Jahren gern gemacht. Trotzdem, so sagt er, habe er kein schlechtes Resultat gemacht. «Ich gratuliere denen, die gewonnen haben: Beat Jans, Esther Keller, Stephanie Eymann und Kaspar Sutter.»

Zu der Frage, was aus seiner Sicht schief gelaufen ist, gibt Dürr die gleichen Gründe an wie FDP-Präsident Luca Urgese. «Es ist offensichtlich, dass die linken Wähler Esther Keller gewählt haben, weil sie Heidi Mück ablehnten», sagt Dürr. Diese Stimmen hätten ihm gefehlt. Einen Fehler im eigenen Wahlkampf sieht er nicht. «Wir haben eine gute Kampagne gemacht, das Ergebnis müssen wir akzeptieren.»

Pläne, wie es für ihn weitergeht, habe er noch nicht. Bis Februar würden die Geschäfte für ihn normal weiterlaufen. Ob er eine*n Favorit*in unter den neu Gewählten habe, an den oder die er sein Amt gern abgeben würde? Darauf Dürr: «Die neue Regierung wird entscheiden, wie sie die Regierungsämter besetzt. Das wird spannend sein zu beobachten.»

Heidi Mück: «Ich war die einzige, die gesagt hat: Ich machs, ich kämpfe»

«Ich bin enttäuscht, aber mir geht es gut. Ich kann mit erhobenem Kopf aus diesem Wahlkampf raus und bin guten Mutes für die Zukunft. Natürlich ist da die Enttäuschung über den Verlust der rot-grünen Mehrheit. Ausserdem tut es mir Leid für das ganze Engagement der Menschen, die sich für mich und meine Kandidatur eingesetzt haben. Ich habe die Unterstützung der sozialen Bewegungen gespürt und gehofft, dass sich ein rot-grünes Basel manifestieren wird.

Aber Fakt ist: Ich hatte vier Wochen Zeit, musste bei Null, nein sogar Unternull anfangen. Ich wusste, dass es schwer wird. Die Vorwürfe, ich sei zu links, nicht wählbar, die kannte ich alle schon. Das hiess es schon vor vier Jahren. Aber ich stehe für klare Inhalte. Dass diese nicht allen passen, das ist logisch. Währenddessen setzten die Bürgerlichen auf eine andere Strategie und hielten sich mit Inhalten zurück.

Vielleicht wird es in vier Jahren Platz in der Regierung für jemanden wie mich haben, der*die so stark aus der Bewegung kommt.

Das Wahlresultat ändert nichts daran, dass Themen wie Klima und soziale Gerechtigkeit wichtig bleiben. Dafür werde ich mich und wird sich die BastA! weiterhin einsetzen. Im Parlament wie auf der Strasse. Wir können uns nämlich nicht zurücklehnen, wir befinden uns in einer Klimakrise. Es ist tragisch, im Jahr der Klimawahl diesen Verlust einzustecken. Aber man muss auch sehen: Die Bürgerlichen haben auch wahnsinnig viel Kraft in die Mobilisierung gesteckt.

Und: Ich war die einzige, die damals hingestanden ist und gesagt hat: Ich machs, ich kämpfe. Wir müssen dennoch sicher über die Bücher. Nun, da die GLP in der Regierung ist, will ich an sie appellieren, ihre Wahlversprechen einzuhalten und die Stimmen zu hören von den Menschen, die auch mich gewählt haben und sich wünschen, dass sie sich für das Klima und soziale Gerechtigkeit einsetzen. Das habe ich bisher noch zu wenig gespürt.»

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