Sparplan

PH konkretisiert Umstrukturierung für Professuren

Die Pädagogische Hochschule informiert über die neu geschaffenen Fachgruppen. Professor*innen können sich nun bewerben. Für die restlichen Mitarbeitenden bleibt noch vieles unklar.

FHNW Muttenz
Die Pädagogische Hochschule steht vor grossen Veränderungen. (Bild: FHNW)

Im September wurde bekannt, dass die Pädagogische Hochschule der FHNW (PH) vor tiefgreifenden Veränderungen steht. Die Umstrukturierung trägt den Namen «Perspektive: PH». Um fünf Millionen Franken zu sparen, werden Professuren abgeschafft, interdisziplinäre Fachgruppen eingeführt und bis zu 40 Stellen abgebaut. Die Umstrukturierung soll die Studiengänge stärken, die Lehre besser auf die Berufspraxis ausrichten und die Hochschule trotz knapper Mittel zukunftsfähig machen. Bei den Mitarbeiter*innen sorgte die Ankündigung für Unsicherheit. Sie wissen nicht, wie lange ihre Anstellung noch sicher ist und inwiefern ihre Bereiche von der Umstrukturierung betroffen sind. Die Townhall-Veranstaltung im Januar solle mehr Klarheit bringen, hiess es im Herbst – am Montag hat diese nun stattgefunden. 

Konkretisiert hat sich die Ausgangslage vor allem für die bisherigen Professor*innen. Die Institute bleiben bestehen, ihre interne Struktur ändert sich jedoch und wird neu ausgerichtet, heisst es in der Medienmitteilung der PH, die diesmal offensiv kommuniziert. Die bisherigen Professuren werden alle aufgehoben und neu in 23 interdisziplinären Bereichen organisiert. Diese Bereiche haben keinen eigenen Forschungsauftrag.

Bei der Präsentation stellte der Direktor der PH, Guido McCombie, die neuen Funktionen vor. Die bisherigen Professor*innen, die durch die Umstrukturierung formal ihre Stellen verlieren, können sich nun rund einen Monat lang auf diese Stellen bewerben. Hier wird die Umstrukturierung also konkret.

Mitte März fällt nächster Entscheid

Angestellte, die keine Professor*innen sind, wissen gemäss einer*m anonymen Mitarbeiter*in* allerdings bisher nicht viel mehr: «Was das für uns Mitarbeitende, also die Lehrenden, die Wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen oder die Administration heisst, bleibt völlig unklar. Wir wissen eigentlich nur, dass wir so, wie wir jetzt angestellt sind, angestellt bleiben bis Ende Frühlingssemester 2027. Das gibt Planungssicherheit, aber nicht gerade umfassende», sagt er. 

Mitte März wird gemäss Terminplan die Hochschulleitung der FHNW über die finale Struktur entscheiden. Was dabei für den weiteren Ablauf entschieden wird, ist noch unklar. Bis dahin bleibt noch einiges ungewiss und die Sorgen der Mitarbeiter*innen bestehen – so etwa bezüglich weiterer Kürzungen.

Eine Million will McCombie zusätzlich einsparen, um flexibel zu bleiben und Handlungsspielraum zu haben. «Meine und die Befürchtung anderer Mitarbeitenden ist, dass aufgrund von KI und Aufhebung der Präsenzpflicht im Angebot noch mehr eingespart werden wird», so der Mitarbeiter.

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*Name der Redaktion bekannt.

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