Esther Keller im Interview

«Es ist zumindest eine gute Ausgangslage»

Die Zwischenresultate zeigen: Esther Keller schneidet von den bisherigen Regierungsrät*innen am schlechtesten ab. Sie schafft es als einzige nicht über das absolute Mehr und muss wohl in den zweiten Wahlgang.

Esther Keller Interview Wahlen 2024 Oktober
Die GLP und Regierungsrätin Esther Keller schneiden nicht gut ab. (Bild: Ernst Field)

Esther Keller, als einzige bisherige Regierungsrätin haben Sie bei den Zwischenresultaten das absolute Mehr nicht erreicht. Wie geht es Ihnen?

Für mich ist es keine Überraschung. Natürlich hätte man es sich gewünscht, dass es im ersten Wahlgang klappt. Auch wenn sich das Resultat bis am Abend noch verbessern wird, ganz über den Strich wird es nicht reichen. Jetzt geht es in Richtung zweiter Wahlgang. Ich bin glücklich bin ich nahe am absoluten Mehr. Ich habe ein gutes Resultat gemacht mit deutlichem Absatnd auf die Verfolgerinnen und Verfolger. Das ist zumindest eine gute Ausgangslage.

Ihre Partei scheint die grosse Verliererin bei den Grossratswahlen zu sein. Warum konnte die GLP nicht überzeugen?

Das ist eine gute Frage. Wir haben einen sehr engagierten Wahlkampf gemacht. Auf nationaler Ebene hat die Partei zwar immer wieder verloren, aber in Basel haben wir immer einen Kontrapunkt geschafft. Jetzt werden wir sehen, vielleicht gibt es noch gewisse Justierungen. Wenn es heute Abend dann sieben Sitze statt acht im Parlament sind und ich im zweiten Wahlgang drin bin, dann sind wir relativ stabil geblieben.

Jetzt heisst es, bibbern bis um 21 Uhr. Ist die Anspannung gross?

Nein. Den Abstand aufzuholen und über die Linie des absolute Mehrs zu kommen, wird sehr sehr schwierig. Ich bin realistisch, ich rechne mit dem zweiten Wahlgang. Es wäre aber schön, doch noch mal ein paar 100 Stimmen vorwärts zu machen, um die Ausgangslage für den zweiten Wahlgang klar zu machen.

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Von Waldshut (Deutschland) den Rhein runter nach Basel treiben lassen. Used to be Journalismus-Student (ZHAW Winterthur) und Dauer-Praktikant (Lokalzeitungen am Hochrhein, taz in Berlin, Wissenschaftsmagazin higgs). Besonderes Augenmerk auf Klimapolitik, Wohnpolitik, Demopolitik und Politikpolitik. Way too many Anglizismen.

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