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Friedensdemo auf Barfi ++ Solikonzert im Theater Basel ++ Übersicht über benötigte Spenden

Hier informieren wir euch laufen über Aktionen in Basel, die mit dem Krieg in der Ukraine zu tun haben. Der Blog wird laufend aktualisiert.

03/01/22, 12:03 PM

Aktualisiert 03/03/22, 01:17 PM

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Was wird noch benötigt?

Es gibt in Basel diverse Abgabestellen für Sachspenden für die Ukraine, aber nicht alle können alle Spenden annehmen. Auf Gärngschee hat Praphatsorn Leu eine Übersicht geteilt, wo noch welche Spenden benötigt werden.

Den Post findest du unter diesem Link.

(Foto: Screenshot)

Rund 400 Menschen zeigen Solidarität auf Barfi

Rund vierhundert Menschen versammelten sich am Donnerstagabend auf dem Barfüsserplatz, um ihre Solidarität mit den Ukrainer*innen zu bekunden. Die Klimastreik-Bewegung hatte in mehreren Schweizer Städten dazu aufgerufen. Der Fotograf Dominik Asche war in Basel vor Ort und hat die Kundgebung festgehalten:

Stimmen der ukrainischen und russischen Diaspora ergriffen während der Kundgebung das Wort. Insbesondere kritisierten die Redner*innen den Schweizer Öl- und Gashandel mit Russland. Viele Demonstrant*innen waren mit ihren Kindern gekommen, die den Münsterplatz mit Friedensparolen und gelb-blauen Flaggen bemalten.

«Light for Peace» an verschiedenen Veranstaltungsorten

Die Allianz der Veranstalterverbände aus der Schweiz, Deutschland und Österreich haben für Donnerstagabend zu einer Aktion aufgerufen. Dabei wurden ab 20 Uhr Veranstaltungshäuser, Eventlocations, Theater und Bühnen, Unternehmenssitze der Dienstleistenden und ausgewählte Ort für zwei Stunden in den Regenbogenfarben des Friedens beleuchtet. Das Theater Basel hat bei der Aktion unter dem Namen «Light for Peace» auch mitgemacht.

Unter dem Hashtag #lightforpeace2022 haben die Teilnehmenden Institutionen auf ihren Social-Media-Kanälen Fotos und Videos der Lichtinstallationen geteilt.

Theater Basel veranstaltet Solidaritätsaktionen

Dieses Statement veröffentlichte das Theater Basel auf seiner Webseite.

Dieses Statement veröffentlichte das Theater Basel auf seiner Webseite. (Foto: Screenshot)

Das Theater Basel plant ein Solidaritätskonzert für die Kriegsopfer in der Ukraine. Zudem beteiligt sich das Dreispartenhaus am Donnerstag mit einer Lichtinstallation an der Aktion «Light for Peace» der Allianz der Veranstalterverbände aus der Schweiz, Deutschland und Österreich.

Das Solidaritätskonzert sei auf Initiative der ukrainischen Sopranistin Christina Daletska entstanden, wie das Theater Basel am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Das Konzert findet am 15. März um 19.30 Uhr im Foyer des Theaters statt. Mit einer Kollekte soll Geld für eine Hilfsaktion für die kriegsversehrten Menschen in und aus der Ukraine gesammelt werden.

Das Solidaritätskonzert werde den Anfang von einer Reihe weiterer Aktionen machen, teilte die Theatersprecherin mit.

Am Theater Basel stünden einige Menschen aus der Ukraine oder mit Beziehungen zu diesem Land unter Vertrag. Es seien aber keine Personen angestellt, die mit der Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin sympathisierten.

Grösste Münsterglocke ganz allein

Die Solidarität in Basel und in der ganzen Schweiz ist gross. Sieben Minuten lang und ganz alleine schlug am Donnerstag zur Mittagstunde die Papstglocke auf dem Münsterplatz.

Die Papstglocke ist die grösste Münsterglocke und schlägt sonst nie alleine. Ihr dunkler schwerer Ton vibrierte durch die ganze Basler Innenstadt. Synchron läuteten die Kirchenglocken in Kathedralen in ganz Europa. Sie alle riefen zum Gebet gegen den Krieg auf.

Roche spendet 150'000 Packungen eines Antibiotikums

Der Basler Pharmakonzern Roche spendet 150'000 Packungen des Antibiotikums Rocephin an die Ukraine. Mit Rocephin werden zahlreiche bakterielle Infektionen behandelt. Die WHO stuft es als essentielle Medikament ein, wie Roche am Mittwoch mitteilte.

Die Lieferung soll so schnell wie möglich erfolgen. Roche arbeite mit externen Partnern zusammen, um den Transport in das Land trotz fehlender humanitärer Korridore zu ermöglichen. Zudem sei Roche im Austausch mit globalen und lokalen Partnern wie auch Hilfsorganisationen, um die Bevölkerung mit weiteren dringend benötigten medizinischen Gütern zu unterstützen. (sda)

Am Mittwoch läuteten die Kirchenglocken 🔔🔔🔔

Am Mittwochabend haben europaweit die Kirchenglocken geläutet. Die Aktion sollte zeitgleich in London (19 Uhr), Zentraleuropa (wir), Kiew (21 Uhr) und Moskau (22 Uhr) stattfinden.

Der Kanton will geflüchtete Ukrainer*innen aufnehmen

Der Kanton Basel-Stadt kommunizierte heute in einer Medienmitteilung, dass er aktuell in Vorbereitung für die kurzfristige Aufnahme ukrainischer Geflüchteter sei. Die Einreise soll ohne Visum möglich sein und die Aufnahme der Geflüchteten erfolge «grosszügig und unbürokratisch».

Private werden ausserdem dazu aufgerufen, Unterstützung zu leisten: «Wer Wohnungen oder Zimmer für Ukraine-Flüchtlinge zur Verfügung stellen möchte, kann sich bei «Gastfamilien für Flüchtlinge GGG – Stichwort Ukraine» (Tel: 075 413 99 65) melden», schreibt der Kanton.

Wir sammeln Sachspenden

Wo?

Bajour-Büro, Clarastrasse 10, 4058 Basel

Wann?

Heute bis Freitag um 15 Uhr

Was?

Sanitärartikel (z.B. Zahnpasta, Zahnbürste), Hygieneartikel (Tampons, Binden), Erste-Hilfe-Sets, Nicht verderbliche Lebensmittel

Wer?

Die Sachspenden werden in Kooperation mit anderen Hilfsorganisationen dieses Wochenende in die Ukraine transportiert.

Unispital unterstützt die Ukraine mit medizinischen Geräten

Das Basler Unispital will die Menschen in der Ukraine mit medizinischen Spenden unterstützen. Laut Medienmitteilung sollen als erste Sofortmassnahme 30 Geräte zur Konzentration von Sauerstoff in die Ukraine geschickt.

Das Unispital reagiere damit auf einen Aufruf der Weltgesundheitsorganisation WHO, wonach den medizinischen Einrichtungen der Ukraine sehr bald der Sauerstoff ausgehe. Dieser ist unentbehrlich für die Behandlung vieler schwer erkrankter oder verletzter Patient*innen. Die vom USB gespendeten Geräte ermöglichen die Herstellung von Sauerstoff aus der Umgebungsluft.

Weitere Hilfsmassnahmen des USB sind laut Mitteilung in Planung und werden so rasch wie möglich umgesetzt. Die Unterstützung wird demnach in Absprache mit der ukrainischen Botschaft koordiniert. 

«Wir alle verfolgen mit grosser Betroffenheit die unglaubliche Entwicklung in der Ukraine», sagt Spitaldirektor Dr. Werner Kübler im Namen der Spitalleitung. Zahlreiche Mitarbeitende haben sich an die Spitalleitung gewandt, weil sie den Ukrainer*innen helfen wollten.

Den Krieg eliminieren – Eugenias Tagebuch

Eugenia Senik versucht das Unbeschreibliche niederzuschreiben. Die ukrainische Autorin lebt seit 2021 in Basel. Ihre Schwester lebt mit ihrer Tochter in der Ostukraine. Seit Tagen sorgt sich Eugenia um die Sicherheit der beiden. Sie sind in ständigem Kontakt, mehr machen, kann Eugenia aber nicht.

Bei uns versucht sie mit Worten, Wege aus der Ohnmacht zu finden.

Lies hier Eugenias Gedanken

Lies hier Eugenias Gedanken

Verzweiflung, Frust, Angst, Schrei um Hilfe einerseits. Ratlosigkeit, Schmerz und das Verständnis, wie klein ich bin, dass ich meine Schwester aus dem Krieg nicht retten kann. Ich bin kein Gott, keine Superheldin und keine Zauberin. Leider. 

Wenn ich eine wäre, würde ich als allererstes das Wort «Krieg» eliminieren. Und damit das Phänomen. Aber ich kann es nicht. Ich bin nur ein Mensch. Ein kleiner Tropfen.

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Friedensgebete und 20'000 Soforthilfe für die Caritas

Die Basler Katholik*innen sprechen 20'000 Franken Soforthilfe, die an die Caritas Schweiz fliessen. Die Caritas sei schon lange in der Ukraine mit Hilfsangeboten tätig, schreibt die katholische Kirche in einer Mitteilung. Sie habe sich in den letzten Monaten ganz explizit auf den Ernstfall vorbereitet.

Neben der finanziellen Unterstützung bieten die Katholischen Pfarreien in Basel auch Friedensgebete an.

  • das wöchentliche Friedengebet in St. Clara jeden Donnerstag in der Clarakirche von 10.15-12.00 Uhr
  • das Friedensgebet in der Offenen Kirche Elisabethen am 1. März um 18 Uhr.
  • Friedensgebet in der Pfarrei Heiliggeist
  • Friedensgebet in Riehen ab dem 3. März jeweils um 18.30 Uhr (wöchentlich bis Ostern)

Offene Kirche Elisabethen lädt zum Gebet

Die Offene Kirche Elisabethen lädt am Dienstag, 1. März, zum Gebet für den Frieden. Die Organisator*innen wollen mit dem Gebet Solidarität zeigen und zu Frieden und Versöhnung aufrufen. Es werde viel Raum für Stille geben. Alle, die sich von diesem Aufruf angesprochen fühlen, seien herzlich willkommen, unabhängig von Konfession und Religion. Der Anlass ist öffentlich und nicht politisch.

Den Flyer dazu, findet du hier.

Uni Basel zeigt Solidarität

In einem Statement äussert sich die Universität Basel zur Lage in der Ukraine. Sie appelliert an die verantwortlichen Stellen, sich für die Beendigung «dieser in Europa einmaligen Missachtung völkerrechtlicher Garantien» einzusetzen.

(Foto: Instagram @unibasel)

Wie du den Menschen in der Ukraine helfen kannst

(Foto: KEYSTONE/Marcel Bieri)

Hier kannst du spenden

Hier kannst du dich informieren

  • bei der ukrainischen Zeitung Kyiv Independent. Prüfe Nachrichten über die Lage vor Ort kritisch. So erfährst du, was die Menschen in der Ukraine gerade durchmachen und brauchen. Achte dazu speziell auf die Quelle der Informationen. 
  • Die deutsche Zeit hat eine Twitter-Liste herausgegeben mit verifizierten Accounts, die über die Ereignisse in der Ostukraine berichten.
  • Das SRF protokolliert das Geschehen mit einem Live-Ticker
  • Input von Bajour-Leserin Claudia: Der Ukraine-Russland-Experte Ulrich Schmid empfiehlt zwei seriöse Nachrichtenquellen: dekoder.org und meduza.io

Eine aktuelle Liste findest du hier

2000 Menschen demonstrieren in Basel gegen den Krieg

Neben zahlreichen anderen Städten weltweit gingen am Samstagauch in Basel Menschen auf die Strasse, um gegen den Krieg in der Ukraine zu protestieren. Auf dem Barfüsserplatz kamen rund tausend Personen zusammen, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Und auf dem Weg Richtung Clara- und Messeplatz wuchs der Demonstrationszug nach Angaben der Polizei auf rund 2000 Teilnehmende an.

Zur Demonstration am Samstagnachmittag hatten mehrere Organisationen aufgerufen. Die Basler Demo war laut Veranstalter*innen ein «Zeichen der internationalen Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung».

Zu Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine war in der Schweiz am Samstag auch in Bern, Genf, Bellinzona, Basel und Luzern aufgerufen worden. In Bern nahmen zwischen 10'000 und 20'000 Personen teil. (sda)

Rathaus in den Farben der Ukraine

(Foto: Twitter @BaselStadt)

Das Basler Rathaus wurde am Wochenende in den Farben der ukrainischen Nationalfarben Blau und Gelb beleuchtet. Damit verbindet die Regierung den Wunsch nach Frieden.

Der Angriff Russlands auf die unabhängige und souveräne Ukraine sei erschütternd und nicht zu rechtfertigen, schrieb die Basler Regierung in einer Mitteilung am Freitag. Sie erklärt sich solidarisch mit Ukrainer*innen und mit jenen Russ*innen, die sich den Frieden wünschen. «Das Blutvergiessen muss beendet und der militärische Konflikt beigelegt werden», heisst es in der Mitteilung.

An dieser Solidaritätsaktion beteiligen sich auch europäische Städte wie Paris, Berlin und Prag. (sda)

Stimmen aus der Diaspora

Die Menschen in der Ostukraine leben seit 2014 in kriegsähnlichen Zuständen. Der Diaspora bleibt hingegen nichts anderes übrig, als angespannt aus der Ferne zuzuschauen. Wie geht es Ukrainer*innen und Russ*innen, die in Basel leben, in der jetzigen Situation? Wir haben mit Zarema, Eugenia, Alexander und Denis* (Name geändert) gesprochen.

«Eine Eskalation ist für die Menschen dort verheerend»

«Eine Eskalation ist für die Menschen dort verheerend»

Der Konflikt in der Ostukraine spitzt sich zu. Der russische Präsident Putin hat Truppen in das Donbas-Gebiet entsandt. Wie geht es den Ukrainer*innen und Russ*innen in Basel dabei?

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Umfrage: Fasnacht trotz Krieg?

In Europa herrscht Krieg, Menschen in der Ukraine kämpfen oder sind in Lebensgefahr. Gleichzeitig soll in Basel nach Corona endlich wieder eine ausgelassene Fasnacht stattfinden. Was tun? Die Gärngschee-Community spricht sich mehrheitlich für ein Feiern der drey scheenschte Dääg aus.

«Jetzt erst recht das Leben geniessen»

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Das sagt die Gärngschee-Community zur Frage.

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