Junges Grünes Bündnis

Basta ohne Jungpartei

Das Junge Grüne Bündnis entschied sich am Donnerstag an der Mitgliederversammlung dafür, künftig auf der Liste der Grünen anzutreten. Somit wird die Basta von der Mutterpartei zur Gottipartei.

jgb-1

Gestern Abend traf sich das Junge Grüne Bündnis Nordwest (jgb) zur wegweisenden Mitgliederversammlung. Die Jungpartei musste sich entscheiden, wen sie als Mutterpartei anerkennen möchte. Bisher gehörte sie den Grünen und der Basta an. Die beiden Mutterparteien gehen für die Grossratswahlen 2024 jedoch getrennte Wege. Das stürzte das jgb in eine Identitätskrise. Bajour hat das Dilemma der Jungpolitiker*innen hier aufgeschrieben.

Nun hat sich das jgb entschieden: Die Partei wird auf der Liste der Grünen kandidieren, teilt sie mit. Jgb-Präsidentin Fina Girard sagt: «Für uns ist der Entscheid schwerwiegend.» Deshalb hätten die Mitglieder auch «lange und differenziert» über die verschiedenen Versionen diskutiert. Am Schluss sei die Sache zwar klar ausgefallen, «aber es war für uns nicht leicht».

Das jgb will der Basta dann auch nicht ganz den Rücken kehren. Die Jungen haben in ihren Statuten ein «Gotti-System» festgeschrieben. So stehe es jgb-Mitgliedern offen, bei der Basta zu kandidieren, dann aber nicht als jgb- sondern als Basta-Kandidat*innen. Der Partei sei die Beziehung zur Basta sehr wichtig, betont Girard und sagt: «Ich glaube, wir haben eine gute Lösung gefunden, die alle Mitglieder mittragen können.»

Für die Nationalratswahlen nominiert die Jungpartei Laurin Hoppler (BS) und Dominique Zbinden (BL) für die Hauptliste der Grünen.

Bajour-Herz
Wir stehen für unabhängigen Journalismus

Unterstütze Bajour und werde Member

tracking pixel

Das könnte dich auch interessieren

Urgese Kolumne-1

Luca Urgese am 19. Januar 2026

Wir brauchen eine bessere Fehlerkultur

Abstreiten, kleinreden, ablenken: Bajour-Kolumnist und FDP-Grossrat Luca Urgese fragt sich, warum es in der Politik so schwerfällt, Fehler zuzugeben.

Weiterlesen
Wochenkommentar Lea Blattner

Ina Bullwinkel am 16. Januar 2026

Hass in eigenen Reihen

Der Co-Präsidentin der jungen EVP war’s irgendwann zu viel. Wie so viele Frauen zieht sie sich aus der Politik zurück. Ungezügelter digitaler anonymer Hass, oft auch aus den eigenen Reihen, gefährdet die Demokratie.

Weiterlesen
Interview 10 mio schweiz

Ina Bullwinkel am 16. Januar 2026

«Damit stellen wir uns auf die Seite von Putin»

Bisher waren die Gegner*innen der sogenannten Nachhaltigkeitsinitiative der SVP eher leise. Einen Gegenentwurf gibt es aber sehr wohl, betont SP-Nationalrätin Samira Marti: die Bilateralen III. Im Gespräch mit Bajour erklärt sie, warum vor allem die Region Basel weiterhin Zuwanderung braucht und wie ihre Partei die Abstimmung gewinnen will.

Weiterlesen
Franziska Zambach

Das ist Franziska (sie/ihr):

Franziska ist fast seit Beginn Teil der Bajour-Family. Sie ist unser Organisationstalent, gestaltet Dienstpläne, schreibt Anleitungen (mit Freude!) und kümmert sich als stellvertretende Chefredaktorin darum, dass alle Ecken und Enden zusammenhalten. Sie betreut die Praktikant*innen, macht den Feinschliff in der Produktion und schreibt regelmässig Basel Briefings. Zuvor war Franziska im Online-Team der bz.

Kommentare