Frauen in den 3E

Frauen in den 3E: Hilft das der Gleichstellung?

Vogel Gryff ist der höchste Feiertag des Kleinbasels. Bei den drei Ehrengesellschaften (3E) sind nun erstmals Frauen beigetreten, die beim Gryffenmähli zeremoniell aufgenommen wurden: Anna Grafström Burkhardt (Zum Rebhaus) und Emélie Dunn (Zum Greifen). Sie befanden sich schon länger auf der Warteliste, denn in den 3E dürfen jeweils nur 150 Mitglieder gleichzeitig sein. Seit 2018 ist die Aufnahme von Frauen in der vormals reinen Männergesellschaft möglich – dem war ein intensiver öffentlicher Diskurs über diese Exklusivität vorausgegangen. 2021 verankerte der Bürgerrat die Gleichstellung im Organisationsreglement der 3E. Die Frage bleibt, ob die Aufnahme der zwei Frauen bei den 3E auch in anderen Bereichen des Vereinswesens Nachahmer findet: Es gibt in der Region weitere grosse, traditionsträchtige Organisationen, die bislang keine Frauen aufnehmen – Fasnachtscliquen wie die Olympia oder Veranstaltungen wie der Banntag in Liestal.

691 Stimmen
Valerie Wendenburg
Valerie Wendenburg
Moderation
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Charlie
14. Januar 2026 um 09:53

Madera

Natürlich könnten Frauen auch in der Ehrengesellschaft mitmachen. Aber wieso sollten Sie? Es ist nicht so, als ob die Teilnahme an diesen Organisationen für mich wichtig wäre, aber ich akzeptiere wenn andere Frauen sich das wünschen. Gleichzeitig geht es nicht immer um Diskriminierung, sondern Wahrung von Intimität, wenn etwas exklusiv ist. Wenn gewisse Kreise für Männer geschaffen wurden und der Mehrwert existiert, dass diese mal eine Runde geniessen können, wo sie sich nicht von Frauen beobachtet fühlen, dann freut ich das für diese Menschen. Es ist wohltuend in gefühlt sicheren Kreisen zu sein und die spezielle Dynamik zu geniessen, die man mit gleichgeschlechtlichen Menschen teilt. Es ist nunmal so, dass man sich in Präsenz von einem anderen Geschlecht nochmal anders fühlt. Nicht negativ, aber einfach anders und manchmal braucht man gerade dieses Gefühl von Homogenität. Ich will den Männern das nicht wegnehmen. Ich finde es sogar sehr süss, Männer untereinander fröhlich zu sehen.

René Kontic
13. Januar 2026 um 17:00

Wir sind auf dem richtigen Weg

Achtung: Äpfel sind keine Birnen: Eine Olympia ist zwar ein traditionsreicher Männerfasnachtsverein, aber wenn eine Frau Fasnacht machen will, ist sie nicht darauf angewiesen. Sie kann auch bei einer traditionsreichen Frauen- oder gemischten Clique mitmachen. Zünfte, Ehrengesellschaften, u.a.m sind aber Monopolorganisationen. Wenn Frauen deren Traditionen gleichberechtigt leben wollen (z.B. auch einen Schluck trinken aus einem jahrhundertealten Zunftbecher), dann können sie das nur innerhalb der entspr. Organisationen tun. Da hilft es nicht eine Frauenzunft zu gründen, denn das wäre etwas Neues. Beim Banntag verhält es sich ähnlich, aber über diesen Gartenhag will ich mich als Basler nicht hinauslehnen. Insofern lautet meine Antwort klar: Ja, die Aufnahme von Frauen fördert die Gleichstellung (e weeneli). Aber mit Zwang und Zwängen macht man mehr kaputt, als man erreicht. Gut Ding will Weile haben, wir sind auf dem richtigen Weg, sprach der Meister E.E. Zunft zu Schneidern.

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SP-Grossrat Mahir Kabakci sieht sich, nachdem ein Zeitungsporträt von ihm erschien, mit zahlreichen rassistischen Kommentaren konfrontiert – und einem Hakenkreuz am Briefkasten. Er macht den Hass öffentlich, um zu sensibilisieren.

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Von Annalou Baumann,

Ende 2025 endet eine Ära für «20 Minuten», die Gratis-Zeitung stellt ihre gedruckten Ausgaben ein, künftig gibt es sie nur noch digital. Weil die Zeitung gratis und leicht verständlich ist, ist sie in Alters- und Pflegeheimen äusserst beliebt. Wie geht es Senior*innen mit diesem Verlust?

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«Die Ritter des Mutterkorns» von Jörg Pohl und Rocko Schamoni nimmt den wichtigtuerischen Kreis der LSD-Jünger auf die Schippe. Ein alberner Trip, der etwas zu lange dauert.

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Parterre-Gruppe: Betreibungen in Millionenhöhe
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