Soll Basel-Stadt für Baselbieter Unispital-Patient*innen zahlen?
Heute haben die Patient*innen in Basel-Stadt und Baselland freie Spitalwahl. Ende 2025 wurde aber bekannt gegeben, dass es künftig «koordinierte» statt «gemeinsame» Spitallisten geben soll. Das würde bedeuten, dass die Land-Patient*innen die Mehrkosten für einen Besuch im Unispital (USB) künftig selbst zahlen oder eine Zusatzversicherung abschliessen müssen – denn die Kosten für einen Routineeingriff sind dort grösser als im Kantonsspital Baselland (KSB). Bislang trug der Kanton Baselland die jährlichen Mehrkosten von rund 8,5 Millionen Franken. SP-Landrat Urs Roth hat diese Woche einen dringlichen Vorstoss eingereicht, der fordert, dass Basel-Stadt einen Ausgleich in gleicher Höhe an Baselland zahlt – dann würde der Stadtkanton für die Baselbieter Patient*innen zahlen. Die Baselbieter Regierung müsste sich zumindest bei der städtischen für eine Lösung einsetzen, sagt Roth der BaZ – ansonsten wäre es die praktische Abschaffung der Patient*innenfreizügigkeit. Der Vorstoss wurde am Donnerstag als nicht dringlich eingestuft und wird deshalb zu einem späteren Zeitpunkt behandelt.
Die Verantwortung trägt der Regierungsrat
Wenn die Regierung BL zum Schluss kommt, dass ihr die 8,5 Millionen Franken pro Jahr nicht wert sind, um die uneingeschränkte Behandlung ihrer Bevölkerung am USB sicherzustellen, ist das ein politischer Entscheid. Dann sollte sie jedoch auch offen dazu stehen und die Verantwortung dafür übernehmen. Die Leidtragenden dieses Entscheids sind vor allem Patient:innen aus BL, die sich eine Zusatzversicherung für die freie Spitalwahl nicht leisten können. Es ist schwer nachvollziehbar, weshalb Basel-Stadt die Folgen dieses Entscheids mittels Ausgleichszahlungen mittragen soll. Mich interessiert auch, was der Regierungsrat BS konkret unternommen hat, um die Patient:innenfreizügigkeit zu erhalten. Entsprechend habe ich eine Anfrage eingereicht. Im Grundsatz stellt dieser Entscheid einen Rückschritt gegenüber des Ziels der gemeinsamen Gesundheitsregion (GGR) dar – einem Projekt, das von der Stimmbevölkerung BS&BL 2019 befürwortet wurde.
Warum ist das Spital in BS teurer als das in BL?
Vielleicht ist die Frage dumm, aber ich verstehe nicht warum die Behandlung in der Stadt so teuer sein muss.
«Zustände wie auf dem Zürcher Platzspitz»
Von Valerie Zaslawski,
Schulklasse verkleidet sich als Bajourletten
Von Salome Jelk,
Drei Länder, kein Patentrezept
Von Valerie Wendenburg,
Fit für die Schule?
Von Valerie Wendenburg,
Wir bei Bajour sind dabei, ein echtes Zukunftslabor für Lokaljournalismus zu entwickeln, und dafür brauchen wir dich: Eine*n Redaktor*in mit Erfahrung, die*der den Glauben an das Wachstum der Branche nicht verloren hat. Wir suchen eine Person, die keine Lust mehr auf Abbau hat, sondern richtig Bock, etwas Neues aufzubauen. Start: Juni 2026
Die Zukunft der Quartierflohmis ist ungewiss
Von Helena Krauser,
Rouine wird zum Oriente Social Club
Von Valerie Zaslawski,
Was bedeutet die Individualbesteuerung für mich als Basler*in?
Von Helena Krauser,
«Wir haben es heute mit einer Krise der Glaubwürdigkeit der Medien zu tun»
Von Valerie Zaslawski,
Die Kapo hat ein Sexismus-Problem
Von David Rutschmann,
Provisorium bis mindestens 2050
Von Valerie Wendenburg,
Fünf Neue für Riehen
Von Ernst Field,
«Dieses Amt verlangt mehr als Haltung. Es verlangt Fairness.»
Von Gianna Hablützel-Bürki,
Zwischen Verunsicherung und Vorverurteilung
Von Valerie Zaslawski, Helena Krauser,
«Wir sind im Kriegsgebiet»
Von David Rutschmann,
Leerstand statt Pop-up
Von David Rutschmann,
X driftet ab, der Kanton bleibt
Von Dominik Asche,
Lust, als Journalist*in durch das Basler Umland zu rennen und Geschichten zurückzubringen? Dann bewirb dich als Praktikant*in bei Bajour. Start: ab sofort.
Nachwuchswettbewerb Scoop!
Rösti gibt Durchmesserlinie das Go
Von David Rutschmann,
Neues Spekulum soll Frauen Kontrolle geben
Von Annalou Baumann,
«Es reicht, wir müssen aufstehen»
Von Valerie Zaslawski,
Soziale Chance oder «Inkassohilfe des Staats»?
Von David Rutschmann,
Bürokratie statt Brokkoli
Von Valerie Wendenburg,
Inklusives Café Einzigartig eröffnet an der Clarastrassse
Von Helena Krauser,
Kontrollen und Feuerverbot im Cliquenkeller
Von Valerie Zaslawski,
«Sie verzieht nicht das Gesicht, wenn es nicht gut ist»
Von Annalou Baumann,
Die zweihundert Möglichkeiten der Museumsnacht
Von Annalou Baumann,
«Ich freue mich darauf, wieder Debatten zu führen»
Von Balz Herter,
Medienvielfalt unter Druck
Von Valerie Wendenburg,
Rote Köpfe wegen gekappter Linie
Von David Rutschmann,
Elys Boulderloft in neuen Händen
Von Helena Krauser,
Konflikte kennen keine Grenzen
Von Valerie Wendenburg,
Blumen vor dem Laden – Bewilligung fehlt noch
Von Valerie Wendenburg,
Politik fordert mehr Planungssicherheit für Festivals
Von Helena Krauser,